SCHWEIGENDE SEELE von Andrea Reinhardt [Rezension]

„SCHWEIGENDE SEELE“ von Andrea Reinhardt steht schon ein wenig länger auf meiner Liste zum Rezensieren. Doch die letzten Wochen und Tage waren wider Erwarten anspruchsvoller, als erwartet. Doch genug gejammert – hier nun mein Eindruck. Vielen Dank an dieser Stelle, dass ich als Testleser „mitspielen“ durfte!

    • Taschenbuch: 476 Seiten
    • Verlag: Kampenwand Verlag
    • ISBN: 978-3986600020
    • 14,85 EUR als Taschenbuch
    • 0,99 EUR als ebook (Stand: 11.12.2021)

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

»Was siehst du da in dem Spiegel?« »Mich.« »Schau genau hin. Was siehst du?« »Ich möchte kein Merkmal für die Besonderheit haben. Ich will einfach nur normal sein.« Lisas Bruder Ben verschwindet mit dreizehn spurlos vom Grundstück seiner Eltern. Als er nach drei Jahren plötzlich zurückkehrt, kann Lisa ihr Glück kaum fassen. Doch es wird getrübt, denn Bens Entführerin hat ihn gefoltert und ist weiter auf freiem Fuß. Ben schweigt aus Angst. Die Kripo tappt im Dunkeln. Als dann drei Jungenleichen gefunden werden, die alle aus der Nachbarschaft stammen, ist Lisa überzeugt, dass es eine Warnung der Entführerin ist. Sie macht sich auf die Suche nach der Frau, um Ben zu schützen. Wer ist sie und warum wurde ausgerechnet Ben zum Opfer? Eine kranke Seele auf der Suche nach Gleichgesinnten. Ein furioser Thriller, bei dem sich die Realität mit Wahn vermischt.

Mein Eindruck:
Drei Jahre nach seiner Entführung taucht Ben wieder auf, emotional zutiefst misshandelt. Und so schottet er sich von der Außenwelt ab. Seine große Schwester Lisa, die durch sein Verschwinden von großen Schuldgefühlen geplagt ist, versucht, ihn wieder in die Realität zurückzuholen und ihm einen Neuanfang zu ermöglichen.

Doch sie beide stehen unter Beobachtung – Bens Entführerin ist nach wie vor auf freiem Fuß und lässt nicht von Ben ab, wenn auch aus der Entfernung. Von der Polizei fühlt sich Lisa nicht genügend unterstützt, und als drei Jungen ermordet werden, begibt sie sich selbst auf die Suche nach der vermeintlichen Täterin.

Seinen Thrill erhält „SCHWEIGENDE SEELE“ wesentlich mehr aus der psychologisch tiefgründigen Spannung, die Andrea Reinhardt zu vermitteln vermag. Hinzu kommen unvorhersehbare Wendungen, die die Story noch weiterführen, wenn man sie schon zu Ende glaubt. Und so ist man von Beginn an gefesselt, und will sich auch nicht mehr davon lösen.

Die Figuren sind klar und nachvollziehbar gezeichnet, das Erzähltempo den Geschehnissen absolut angemessen. Die unterschiedlichen Zeitebenen sind punktgenau gesetzt und stören den Lesefluss in keiner Weise.

Kurzum: „SCHWEIGENDE SEELE“ ist aus meiner Sicht ein rundum intensiver Psychothriller, den man erst zur Seite legt, wenn auch das letzte Wort gelesen ist.

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