TIEFSCHWARZE SCHULD von Thomas Matiszik [Rezension]

Um “TIEFSCHWARZE SCHULD” von Thomas Matiszik geht es in der heutigen Rezension. Trotz einer neuen Hauptfigur bleibt der Autor dem Ruhrgebiet treu und hat eine neue Figur erschaffen – Corinna Dupont. Herzlichen Dank an den Empire-Verlag an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 328 Seiten
    • Verlag: Empire Verlag
    • ISBN: 978-3985950188
    • 14,99 EUR als Taschenbuch
    • 0,00 EUR als ebook (Stand: 05.12.2021)

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Markus Lewin, ein Gerichtsvollzieher, begeht Selbstmord. Chefarzt Professor Hugo Mallen springt vom Dach des Dortmunder Klinikums. Während Lewins Witwe auf eigene Faust die Hintergründe des Todes ihres Mannes nachgeht, beauftragt Theresa Mallen Corinna Dupont – eine desillusionierte ehemalige Polizistin mit messerscharfem Verstand – die Wahrheit über den Tod ihres Mannes herauszufinden. Die Spuren führen durch die dunklen Quartiere des Ruhrgebiets, hinein in die Machenschaften eines Kinderhändler-Rings, bis hin zu Verstrickungen auf höchster Ebene.

„Tiefschwarze Schuld” ist der Auftakt der Corinna-Dupont-Reihe. Zunächst separat erscheinende Stränge verweben sich; überraschende Wendungen lösen ein fulminantes Finale aus, bei dem keine Fragen offenbleiben; doch jede Wahrheit hat seinen Preis!

Der Auftakt der Corinna-Dupont-Thriller-Reihe ist ein in sich geschlossener Fall.

Mein Eindruck:

Nun, wenn man gleich zweimal in der Kurzbeschreibung darauf gestupst wird, dass es ein Auftakt ist, könnte man meinen, dass hier noch etwas folgt. Bei “Dalli Dalli” hätte man einen Punkt dafür abgezogen, aber das nur am Rande – es geht ja um den Inhalt. Und der hat es in sich!

Mit Corinna Dupont hat der Autor eine recht impulsive Figur kreiert, mit allen Ecken, Kanten und Narben, die einem auch in der Realität nicht fremd sind. Schon von Beginn an entwickelt man Sympathie für sie und folgt ihren Ermittlungen bereitwillig.

Und diese führen in tiefste, abscheuliche Abgründe – denn die Selbstmörder sind nicht die ehrbaren Bürger, für die man sie angesichts ihres gesellschaftlichen Standings halten mag. Irgendwann gelangt man beim Lesen sogar an den Punkt, an dem man ein Stück weit erleichtert ist, dass sie die Welt verlassen haben.

Die Kombination aus recht kurzen Kapiteln, stetigen Wechseln der Handlungsstränge und einem kurzen, aber knackigen Schreibstil sorgt für eine temporeichen Thriller, der den Leser wie unter einem Trommelfeuer liegen und ihn kaum Zeit zum Verschnaufen lässt.

Der Spannungsbogen ist dadurch konstant hoch und zieht sich durch die komplette Geschichte. Durch manch überraschende Wendung bleibt “TIEFSCHWARZE SCHULD” dabei auch im Verlauf der Story unvorhersehbar.

Die Rauheit des Schreibstils entspricht auf stimmige Weise dem Menschenschlag, den man vielfach im Ruhrgebiet vorfindet.

Trotz der schnellen Taktung bleiben die beiden Hauptfiguren, Corinna Dupont und David Schmelzer,  nicht eindimensional, sondern erfahren eine Entwicklung, die neugierig auf den weiteren Verlauf macht.

Wer actionreiche Thriller und bei Filmen eine harte schnelle Schnittführung mag, kommt bei “TIEFSCHWARZE SCHULD” eindeutig auf seine Kosten.

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