2040: TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT von Patrick Baumann [Rezension]

“2040: TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT” von Patrick Baumann ist sein Debutthriller und spielt, wie der Titel schon sagt, knapp 20 Jahre in der Zukunft. Alleine der Klappentext war furchteinflößend und neugierig machend zugleich. Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 334 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 979-8460258345
    • 13,98 EUR als Taschenbuch
    • 3,99 EUR als ebook (Stand: 20.09.2021)

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Berlin im Herbst 2040: Die »Patriotische Alternative Deutschlands« regiert Deutschland. Rechte Schlägertrupps machen die Straßen Neuköllns unsicher. Der Ex-Gangster und Kioskbetreiber Paul Kanter versucht, sich aus allem Ärger heraus- und seinen Spätverkauf über Wasser zu halten. Wenn da nicht nervige Mitarbeiter, aufsässige Jugendliche und vor allem die Al-Farsis wären, die ihm von Woche zu Woche mehr Schutzgeld abknöpfen.

All das wird nebensächlich, als ein Unbekannter Kanters Freundin in ihrer Wohnung überfällt und schwer verletzt. Während sie mit dem Tod ringt, muss Kanter nicht nur seine Unschuld gegenüber den Behörden beweisen, sondern gerät in eine politische Verschwörung, die mehr als eine Nummer zu groß für ihn ist und ihn in die dunkelsten Kapitel seiner Vergangenheit zurückführt.

Mein Eindruck:

Patrick Baumann führt uns in eine nicht mehr allzu weite Zukunft. In knapp 20 Jahren regiert die PAD unter ihrem Kanzler Wischnewski in Deutschland. Und diese Zukunft sieht nicht gerade rosig aus.

Deutschland hat sich zu einem Überwachungsstaat entwickelt und die Rechten können nahezu frei schalten und walten. Doch vor dem endgültigen Triumph steht noch eine Volksabstimmung bevor, die darüber entscheidet, ob die Regierung mithilfe des Technologieriesen Sunrise weitere Daten sammeln darf und somit das Land in eine Autokratie führen wird.

Kurzum: Deutschland steht an der Schwelle dunkler Zeiten, die das Land bereits durchgemacht hat.

Das ist die Basis der Story, in die der Autor Paul Kanter pflanzt, einen ehemaligen Kriminellen, der seinen Kiosk in Neukölln betreibt und versucht, jedem Ärger aus dem Weg zu gehen. Doch als seine Freundin und Journalistin Opfer eines Verbrechens wird, gerät er recht schnell in Verdacht und sieht sich gezwungen, den Täter auf eigenes Faust zu ermitteln.

Gejagt von der Polizei und der SNS, der Sonderstelle Nationale Sicherheit, versucht er, die Hinweise, die seine Freundin ihm hinterlassen hat, zu entschlüsseln. Hierbei erhält er von manch unerwarteter Seite Hilfe. Und die Suche führt in die höchsten Kreise der Macht.

Das Erzähltempo, das Patrick Baumann hier anschlägt, ist recht hoch, die Story relativ komplex, ohne den Leser zu überfordern. Das durchaus realitätsnahe Zukunftsbild, das er zeichnet, hat mich durchaus das eine oder andere Mal innerlich schaudern lassen.

Die Figuren sind klar gezeichnet und ihre jeweiligen Stimmungen werden sehr gut transportiert, so dass man “2040: TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT” förmlich inhaliert und sich nach dem Abschluss dieses überaus spannenden Thrillers noch fester vornimmt, dass Deutschland in 2040 nicht so aussehen darf, wie hier dargestellt. Auch in dieser Hinsicht war der Autor mit seiner sicher beabsichtigten Intention erfolgreich.

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