ÄRA DES VERRATS von S.D. Foik [Rezension]

„ÄRA DES VERRATS“ ist das Debüt von S(ebastian). D(amian). Foik und er hat sich dem Spionage-Thriller verschrieben. Ich hatte die Gelegenheit, das Buch vorablesen zu dürfen. Vielen Dank an dieser Stelle für die Gelegenheit!

    • Taschenbuch: 660 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 978-3750436275
    • 15,99 EUR als Taschenbuch
    • 5,99 EUR als ebook (Stand: 14.06.2020)

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Du kennst die Geschichte von Edward Snowden. Aber kennst du auch die Geschichte seiner Jäger? Hongkong, Juni 2013. Ein amerikanischer Whistleblower taucht in der Stadt unter. Auf seinem Laptop: eine Million Geheimdokumente aus dem Archiv der Geheimdienste, die er an Investigativjournalisten des Guardians weitergeben will. Der NSA-Agent Corrigan bekommt den Auftrag den Whistleblower zu finden und muss feststellen, dass er es mit einem Profi zu tun hat, der weiß, wie man untertaucht. Eine atemlose Jagd beginnt. Doch Corrigan ist nicht der Einzige, der den Whistleblower finden will – der russische Geheimdienst und die chinesischen Triaden heften sich ebenfalls an seine Fersen. Wird Corrigan ihnen zuvorkommen und die Veröffentlichung der Dokumente verhindern?

Mein Eindruck:

Fieberhaft versucht der SCS die Veröffentlichung der Dokumente zu verhindern, mit denen Edward Snowden nach Hongkong geflohen ist. Leiter des SCS ist Michael Corrigan, ein alter Hase, der für eine Line Kokain durchaus empfänglich ist.

Während auf der einen Seite die Amerikaner versuchen, Snowden dingfest zu machen, bemühen sich die Russen in Gestalt von Konstantin Poljakow darum, ihn auf ihre Seite zu ziehen. Und die Geschehnisse laufen nicht ohne Blutvergießen ab. Natürlich kommen Täuschungen und Intrigen auch nicht zu kurz.

Der in der jüngeren Historie bewanderte Leser weiß natürlich, dass Corrigan scheitert. Doch S.D. Foik vermag es, die Realität mit seiner fiktionalen Geschichte so zu verknüpfen, dass man kaum daran zweifelt, dass es sich, fernab der offiziellen Quellen, tatsächlich so zugetragen haben kann.

Die Episode in Hongkong an sich ist schon spannungsgeladen und von einer ziemlichen Rasanz, und hätte schon für ein eigenes Buch gereicht. Doch S.D. Foik geht noch weiter, indem er Corrigan und Poljakow in der Ukraine und im November des gleichen Jahres weiter wirken lässt. Die Ukraine steht am Scheideweg zwischen der Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der EU und einem Beitritt zur Zollunion mit Russland. Und die Entscheidung führt zum Euromaidan, der Revolution der Würde.

Auch in diesem Part bilden die realen Ereignisse, den „Knochen“, um den der Autor eine Menge spannungsgeladenes Fleisch legt, an dem man als Leser nur zu gerne knabbert.

Wie akribisch der Autor zu Werk gegangen ist, merkt man daran, dass er nahezu jeder Figur eine eigene Vita gönnt, die sie absolut plastisch erscheinen lässt. Dieses hat mich ebenso überzeugt, wie der spannende Schreibstil und die hervorragende Recherche, die er betrieben hat.

Selten habe ich umgerechnet 660 Seiten dermaßen inhaliert und kann es ob des offenen Endes nicht erwarten, die Fortsetzung zu lesen.

Wer auf geschickt konstruierte Spionage-Thriller steht, kommt meiner Meinung nach an „ÄRA DES VERRATS“ nicht vorbei.

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