EBENHOLZ & ELFENBEIN von Martin Kandau [Rezension]

Ich hatte ja bereits mehrfach erwähnt, dass ich beim Lesen und Rezensieren der Bücher auch gerne meinen genretechnischen Horizont erweitern möchte. Zu dieser Erweiterung gehört denn dann auch „EbenHolz & ElfenBein“ von Martin Kandau. Herzlichen Dank an blue panther books für die Gelegenheit!

    • Taschenbuch: 240 Seiten
    • ab 31.01.2019

    • Verlag: blue panther books
    • ISBN: 978-3862773596
    • 9,90 EUR als Taschenbuch
    • 9,99 EUR als ebook (Stand: 28.12.18)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Martin und Marion leben ein gutbürgerliches Leben ohne besondere Höhen und Tiefen. Als Marion eines Tages einen Porno ihres Mannes entdeckt, beginnt eine Reise zu ihren sexuellen Abgründen. Gemeinsam erkunden sie ihre tiefsten, dunkelsten Fantasien. Dabei treffen sie auf den Afrikaner Moe. Mit voyeuristischer Lust beobachtet Martin, wie sich seine Frau voll und ganz der übermächtigen Sexualität des Schwarzen überlässt. In der freien Natur streifen sie alle Zivilisation ab und geben sich der urwüchsigen Geilheit hin, wobei Marion in dem alles verzehrenden Akt über ihre Grenzen hinausgeht.
Doch damit ist ihre Reise noch nicht zu Ende, sondern findet ihre Steigerung in der Stadt der Liebe, wo sie sich tief im Labyrinth ihrer Fantasien verstricken. In der brutalen Ehrlichkeit des Analsex, wenn elfenbeinfarbene Haut auf schwarzes, hartes Ebenholz trifft, wird Marion zu der anbetungswürdigen Frau, die Martin so sehr liebt — Hure und Heilige …

Mein Eindruck:

Die Story wird aus Martins Sicht geschildert. Grundsätzlich führen er und Marion seit drei Jahren ein glückliche Ehe. Doch eine vergessene Porno-DVD im Recorder führt dazu, dass sich die beiden noch einmal mit ihren sexuellen Bedürfnissen auseinandersetzen und sich darüber austauschen.

Martins innigem Wunsch, dass sich Marion einem dunkelhäutigen Afrikaner hingibt, kommt sie im Laufe der Geschichte nach einigem Überlegen mit Moe nach und findet sichtlich Gefallen daran. Auch danach verlieren beide auf ihrem Weg zur sexuellen Erfüllung ihre Hemmungen und reißen dabei Schranken ein, die sie sich bislang selbst auferlegt hatten. Hierbei kommt Sangho, ebenfalls ein dunkelhäutiger Afrikaner ins Spiel, dieses Mal in Paris.

Insgesamt war es faszinierend beim Lesen zu beobachten, dass Marion hier trotz ihrer „Opferbereitschaft“ diejenige zu sein schien, die in der Beziehung die Oberhand hatte.

Während Moe eher ein unschuldiger, lustvoller und inbrünstiger Charakter ist, stellt Sangho den Archetypen eines „wilden Schwarzen“ dar, hemmungs- und rücksichtslos.

Der Aufbau und die Entwicklung von Martin und Marion bis zur Vollendung des Aktes mit Moe hat mir recht gut gefallen, auch und vor Allem unter Betrachtung nach psychologischen Gesichtspunkten. Für mein Empfinden war damit der Höhepunkt der Story erreicht und die Episode mit Sangho hätte durchaus entfallen können. Das liegt sicherlich auch daran, dass hier wiederholt zwischen „Brüsten“ und „Titten“ gependelt wird, und schon recht schnell beim Lesen ermüdet.

Der gesamte Schreibstil wirkt auf mich ein wenig altbacken und erinnert mich an die Erotikromane, die ich als Jugendlicher in den Nachttischschubladen meiner Eltern gefunden habe.

Was aber als Quintessenz aus diesem Roman gezogen werden kann: Reden hilft, auch in sexuellen Bereichen!

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