HÖHENRAUSCHSAISON von Meredith Winter [Rezension]

Nach meiner durchaus positiven Erfahrung mit “Blutpsalm” von Meredith Winter, einem Ladythriller, war ich neugierig, ob es sich bei dem Eindruck nur um eine Eintagsfliege handelte.

Als mir also von ihr “Höhenrauschsaison” zur Rezension angeboten wurde, habe ich gerne zugesagt.

    • Taschenbuch: 210 Seiten
    • Verlag: Sommerburg Verlag
    • ISBN: 978-3981872248
    • 9,99 EUR als Taschenbuch
    • 4,99 EUR als ebook

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

April 2012 – die Mount-Everest-Saison hat begonnen.
Vor Ort: Ärztin Clementine, die schon auf dem Trek zum Basecamp alle Hände voll zu tun hat, sich um die Verletzten und Höhenkranken zu kümmern, welche die Region auf dem Weg zum höchsten Berg der Erde unterschätzt haben.
Ebenfalls mit von der Partie ist der russische Auftragskiller Alexej, der sich als Bergsteiger ausgibt und bloß einen Auftrag hat: Clementine zu töten. Dumm nur, dass sie bereits tot ist.

Mein Eindruck:

Zu Beginn lernt der Leser Clementine kennen. Sie ist 35 Jahre alt und Hamburger Ärztin. Ihre Versuche, durch ihre Zungenfertigkeit direkt beim ersten Date Männer an sich zu binden, schlägt regelmäßig fehl und stellt ein unüberwindliches Hindernis auf der Suche nach der großen Liebe dar.

Insofern kommt es für ihr zur Ablenkung gerade recht, dass sie ihre Zwillingsschwester Eva als Höhenmedizinerin auf dem Mount Everest vertreten soll.

Vor ihrer Abreise findet sie in der Wohnung ihrer Schwester eine ermordete Frau im Bad vor und muss vor zwei russischen Killern flüchten, was ihr auch Dank Evas Hilfe gelingt.

Sofort bricht sie nach dem Erlebnis nach Kathmandu auf und begegnet dort Alexej, einem russischen Auftragskiller. Nach einem One-Night-Stand verlieren sie sich aus den Augen. Doch schon bald kreuzen sich ihre Wege, denn Alexej erhält den Auftrag, ihre Zwillingsschwester zu töten. Zu diesem Zweck schließt er sich der Mount Everest-Expedition an, die Clementine medizinisch betreut.

Doch im Verlaufe der Expedition gerät dieses Vorhaben immer mehr ins Wanken, da sich Clementine und Alexej immer näher kommen. Im Laufe der Geschichte wird ihnen klar, dass Alexej nicht nur Täter, sondern ebenso Opfer ist. Gemeinsam stellen sie sich der lebensbedrohlichen Gefahr, in der sie sich nun beide befinden.

Die Geschichte wird wechselweise aus Clementines und Alexejs Sicht erzählt. Die Abschnitte sind hierbei recht kurz gestaltet und verführen auch dazu, den Fortgang der Geschichte gespannt zu verfolgen. Der flüssige, bisweilen saloppe Schreibstil ist ebenso ein weiteres positives Merkmal, das “Höhenrauschsaison” auszeichnet. Zwar führt das ein wenig dazu, dass die weiteren Toten auf der Expedition nicht unbedingt gebührend beachtet werden, allerdings macht das der Spannungsbogen, der sich durch das Buch zieht, aus meiner Sicht allemal wett. Die Umgebung in Nepal fand ich recht plastisch dargestellt.

Auch die Liebesgeschichte, die zu einem Ladythriller gehört, hat meinen Geschmack durchaus getroffen. Das vornehmlich männliche Vorurteil, dass solche Bücher vor Kitsch nur so triefen, kann ich hier in keiner Weise bestätigen. Ich habe das Verhältnis zwischen Liebe und Spannung als ausgewogen empfunden.

Aus meiner Sicht gibt es auch für uns harte Männer keinen Grund, über “Höhenrauschsaison” die Nase zu rümpfen. 😉

Weitere Eindrücke zum Buch:

 

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