GEISTKRIEGER: FEUERTAUFE von Sonja Rüther [Rezension]

Ich durfte in der Leserunde bei whatchareadin das neueste Werk von Sonja Rüther kennenlernen.

Von Sonja Rüther waren mir bislang “Blinde Sekunden”, ein Thriller und “Eine Spur aus Frost und Blut”, ein Horrormärchen bekannt und ich fand beide sehr lesenswert.

Mit “GEISTKRIEGER: FEUERTAUFE” hat sie nun erneut einen Thriller geschrieben, der dieses Mal auf einer alternativen Weltgeschichte basiert.

zum Kauf
 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Das heutige Amerika in einem alternativen Universum:
das Land ist im Besitz der Ureinwohner,
die Enteignungen haben niemals statt gefunden.
Wie hat sich in dieser Welt die Geschichte entwickelt?

Der Professor Atius Catori wird vor den Augen seiner Studenten brutal getötet – etwas Unsichtbares hat dem Mann den Brustkorb zerfetzt.

Ein Fall für die ‘Geistkrieger’, einer Sondereinheit für spirituellen Missbrauch. Unter ihnen befindet sich der frisch zugezogene Schotte Finnley, der aus Liebe zu seiner Verlobten in das Land der Powtankaner gezogen ist.

Die Ermordung des Professors ist der Beginn einer Mordserie, bei der Kräfte zum Einsatz kommen, die selbst gestandene Powtankaner nicht für möglich halten.

Aber Finnley ist keiner von ihnen – was ein größerer Vorteil sein könnte, als alle ahnen.

Mein Eindruck:

In dieser alternativen Zeitlinie ist es weder Kolumbus noch den anderen europäischen Nachfahren gelungen, den Ureinwohnern Amerikas ihren Stempel aufzudrücken.

Somit muss der Leser in der Abschied nehmen von solchen Begriffen wie USA und Indianer. Dadurch, daß sich die Ureinwohner relativ ungestört weiter entwickeln konnten, hat man es mit Powtanka und als Bewohnern den Powtankanern zu tun.

Obwohl die Powtankaner technisch hochentwickelt sind, bewahren sie nach wie vor ihren Mystizismus, und sind stets bemüht, Natur und Wissenschaft im Einklang zu halten.

In diese Welt zieht es der Liebe wegen Finnley, der ursprünglich aus Schottland kommt. Als Zugereister wird er besonders argwöhnisch von den Ureinwohnern betrachtet. Um ein Bleiberecht in Powtanka zu erhalten, bemüht er sich um einen Beruf. Durch seine frühere Tätigkeit als Personenschützer bewirbt er sich bei der Polizei und wider Erwarten wird er Mitglied der “Geistkrieger”. Diese Spezialeinheit beschäftigt sich mit Fällen von spirituellem Missbrauch.

Kaum dort eingetroffen, werden Finnley und seine 4 Teammitglieder mit einer unheimlichen Mordserie konfrontiert. Die Opfer werden scheinbar aus dem Nichts zerfetzt. Gemeinsam versuchen sie, den Täter zu identifizieren und zu stellen.

Doch dieses kann nur gelingen, wenn sie ihre gegenseitigen Vorbehalte aufgeben.

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Er ist recht flüssig und Sonja Rüther versteht es, den Leser in eine ihm bisher unbekannte Welt einzuführen und die entsprechenden Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Hierbei ist natürlich auch Finnley als Hauptprotagonist sehr hilfreich, der ebenso die “Neue Welt” erforscht, wie der Leser selbst. Er ist also die ideale Identifikationsfigur.

Die Entwicklung, die das Team nimmt, ist nachvollziehbar und genauso spannend zu beobachten, wie der Versuch, die Mordserie aufzuklären. Immer wieder stehen die Geistkrieger vor neuen Herausforderungen, die sie an ihre körperlichen und seelischen Grenzen und bisweilen darüber hinaus führen. In dem Maße, wie das Team zusammenwächst, steigt auch die emotionale Tiefe, die man als Leser für das Team verspürt. Man rätselt, fiebert, leidet und triumphiert mit ihnen.

“GEISTKRIEGER: FEUERTAUFE” ist in meinen Augen ein absolut gelungener Auftakt einer Reihe, dem hoffentlich noch viele Bände folgen werden.

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*