[Rezension] SO KALT DEIN HERZ von L.C. Frey

Heute geht es um „So kalt Dein Herz“, dem neuen Psychothriller von L.C. Frey:


Kurzbeschreibung:
Hinter dieser Fassade lauert der Tod …

Als Tim in ein abbruchreifes Haus einzieht, ahnt er nicht, dass das alte Gemäuer bereits einen Bewohner hat. Eines Nachts macht er eine Entdeckung, die sein Leben für immer verändern wird.

Anna ist eine Herumtreiberin, die vor allem eins möchte: Unsichtbar sein. Als Tim auf den Wildfang Anna trifft, scheint der Ärger vorprogrammiert. Das Mädchen ist von düsteren Geheimnissen umgeben. Warum beobachtet sie wie besessen das Haus gegenüber? Wer ist sie wirklich?

Ein tödliches Geheimnis. Als in der Nähe des Hauses ein kleines Mädchen spurlos verschwindet, findet Tim heraus, dass Anna ein schreckliches Geheimnis vor ihm verbirgt. Weiß Anna mehr von den grausamen Verbrechen, als sie zugibt?

Zum Inhalt:
Tim Schätzing steht vor der Ruine, die er für sich und seine Freundin Simone gekauft hat, um hieraus eine Heimstatt für die beiden zu schaffen. Allerdings ist dieser als Überraschung geplante Kauf der Auslöser für die Trennung. Somit macht sich Tim in einer Mischung aus Stolz und Trotz alleine daran, den Traum zu verwirklichen.

Bei den Renovierungsarbeiten stellt er dann fest, daß sich unter dem Dach bereits ein ungebetener Gast eingenistet hat – die geheimnisvolle Anna. Allmählich nähern sich die beiden an, und während sie ihm bei der Renovierung hilft, bröckelt auch allmählich ihre Fassade.

Mein Eindruck:
Schon alleine der aufwühlende Prolog dieses Buches macht es nahezu unmöglich, es aus der Hand zu legen, bevor das letzte Wort gelesen ist.

In der Hauptstory nimmt sich der Autor zunächst viel Zeit, um Tim, Anna und ihre Annäherung ausführlich darzustellen. Hierbei kommt allerdings keine Langeweile auf. Durch die immer wieder eingestreuten Andeutungen und Traumsequenzen bleibt der Spannungsbogen durchweg hoch und steigt immer weiter an, bis er sich in einem furiosen Showdown entlädt.

Allerdings hätte man meiner Meinung nach auf diese Traumsequenzen durchaus auch verzichten können. Zum Einen besteht die atmosphärische Dichte trotzdem fort, und zum Anderen wirken sie bisweilen etwas unpassend, da sie eher horrororientiert sind und nicht für das Gesamtbild erforderlich sind.

Wie es sich für einen gelungenen Psychothriller gehört, wartet „So kalt Dein Herz“ mit überraschenden Wendungen und falsche Fährten auf. Immer wieder weckt L.C. Frey Zweifel beim Leser, ob sich die Dinge wirklich so klar darstellen, wie man es gelesen hat.

Der Schreibstil im Buch ist dabei recht flüssig. Dieser Stil, gepaart mit kurzen Kapiteln und der oben beschriebenen Spannung führt zu einer Leseintensität, bei der man als Pendler im ÖPNV aufpassen muss, nicht die Ausstiegshaltestelle zu verpassen. 😉

Die Geschichte ist in 5 Teile aufgeteilt, die den 5 Stufen der Trauer entsprechen: Isolation, Zorn, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Hinsichtlich der Storyline sind die Abschnitte passend gewählt.

Alles in Allem kann ich das Buch den Liebhabern von Psychothrillern absolut empfehlen.

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