TOTENTIER von Nicole Siemer [Rezension]

“TOTENTIER” von Nicole Siemer ist bereits das zweite Buch aus ihrer Feder, das ich mir zu Gemüte geführt habe. Und ich war gespannt, ob der Psychothriller all den bereits gelesenen Lobeshymnen gerecht wird. Zwar hatte ich das Buch schon gedownloaded, aber das Angebot eines Rezensionsexemplars von Nova MD konnte ich nicht ablehnen, schon alleine aus olfaktorischen Gründen. 😉 Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 334 Seiten
    • Verlag: Empire Verlag
    • ISBN: 978-3969669914
    • 13,99 EUR als Taschenbuch
    • 0,99 EUR als ebook (Stand: 11.10.2021)

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

 
Eine Reihe brutaler Morde zieht sich durch Grubingen. Schnell stellt sich heraus, dass der Täter es auf Tierquäler abgesehen hat und sich selbst als eine Art Gerechtigkeitskämpfer sieht.

Während die Mordkommission unter Führung von Dezernatsleiter Frederick Weimar die Ermittlungen aufnimmt, feiert die Tierschutzorganisation „Animal Avengers“ den Mörder wie einen Volkshelden.

Kriminalhauptkommissar Markus Penning wird zum Leiter der „SoKo Tierrächer“ ernannt, obwohl er sich nach einer viermonatigen Auszeit aufgrund eines schweren Verlustes kaum dazu imstande fühlt. Dann wären da auch noch diese seltsamen Aussetzer, die ihn seit einer Weile quälen. Blackouts und das Erwachen an Orten, ohne zu wissen, wie er dorthin gelangt ist. Als er in seiner Wohnung einen Gegenstand findet, der mit einem der Morde in Verbindung gebracht wird, stellt sich für Markus die Frage: Versucht jemand ihm die Morde anzuhängen, oder ist er am Ende sogar selbst der Tierrächer?

Mein Eindruck:

Ein perspektivloser Ermittler, eine Reihe von brutalen Mordfällen und die Jagd nach dem Täter? Klingt auf Anhieb recht eindimensional, ist es aber in diesem Fall nicht.

Denn Nicole Siemer hat es in “TOTENTIER” verstanden, einen zugleich spannenden als auch mysteriösen Thriller zu konstruieren. Zwar meint man, dass die Rollen recht schnell verteilt sind, zumal der vermeintliche Mörder sich relativ früh outet. Doch die Autorin schafft es immer wieder, in ihren Wendungen Zweifel zu säen. Schon alleine diese Zweifel und das Bedürfnis, sie bestätigt zu sehen, treibt den Lesenden durch die Seiten. Und wie sie demonstriert, ist nicht immer Alles so, wie es zu sein scheint.

Da fällt es auch nicht sonderlich ins Gewicht, dass Pennings Blackouts von diesem mehr oder weniger klaglos hingenommen werden. Nach einem ersten Stutzen beim Lesen nimmt man es hin, getreu dem Motto: “Ist halt so”. Denn es gilt schon recht bald, weiter dunkle Geheimnisse, auch aus Pennings Vergangenheit, zu erforschen.

Nicole Siemer schafft durch ihren Schreibstil, eine durchweg düstere Atmosphäre aufzubauen und die meisten Figuren recht detailliert zu zeichnen. Lediglich Pennings Kontrahent Jörg wirkt eher nebulös und schwer zu fassen. Und das, obwohl seine Motive durchaus nachvollziehbar, aber nicht gutzuheißen sind.

Wer also nach einem tiefgründigen, spannenden Psychothriller mit einem Hauch Mystery sucht, kann bei “TOTENTIER” bedenkenlos zugreifen.

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