RESISTENT – SIE WERDEN UNS KONTROLLIEREN von Stefanie Mühlenhaupt [Rezension]

“RESISTENT – SIE WERDEN UNS KONTROLLIEREN” von Stefanie Mühlenhaupt ist der erste Thriller, den ich als dp-Rezensent kennenlernen durfte. Das muss ich glatt mit einem riesigen Mea Culpa verbinden. Ich war nicht so schnell, wie ich mir selbst vorgenommen habe. Irgendwie kam das Leben dazwischen. Aber nun ist es an der Zeit!

    • Taschenbuch: 324 Seiten
    • Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS
    • ISBN: 978-3968178011
    • 9,99 EUR als Taschenbuch
    • 4,99 EUR als ebook (Stand: 22.08.2021)

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Im Auftrag einer Forschungsfirma entwickelt die Wissenschaftlerin Sophie Bergmann genetisch modifizierte Bienen, die gegen alle Umwelteinflüsse resistent sind. Seit vielen Jahren von dem Unternehmen gefördert und versorgt, arbeitet sie in dem festen Glauben, mit dessen Hilfe den Hunger in der Bevölkerung zu bekämpfen. Unerwartet stirbt eines der von ihr gezüchteten resistenten Bienenvölker. Sophie kann eine tödliche Mutation nachweisen, die sie bereits früher entdeckte, aber gezwungen wurde nicht weiter nachzuforschen. Anders als sie ihr ganzes Leben angenommen hat, scheint sich ihr Geldgeber nicht so sehr für das Bienensterben zu interessieren, sondern vor allem nach Macht zu streben. Erst als Sophie zusehen muss, wie ihr Kollege vom Sicherheitsdienst der Fima ermordet wird und sie selbst in die Schusslinie gerät, wird ihr klar, dass sie für sich und die Bevölkerung die Wahrheit herausfinden muss. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Mein Eindruck:

“Wenn die Bienen aussterben, hat der Mensch nur mehr vier Jahre zu leben.” – wem ist nicht das Zitat allgegenwärtig, das fälschlicherweise A. Einstein zugeschrieben wird? In einer nicht allzu fernen Zukunft klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Lebensmittel- und sonstige Ressourcenknappheit bestimmen das Leben auf der Erde und es kommt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Sophie Bergmann setzt mit ihrer Forschung alles daran, Bienen zu züchten, die gegen schädliche Umwelteinflüsse resistent sind. Sie ist eine überzeugte Idealistin, die mit einer ordentlichen Portion Naivität gepaart ist.

Für sie ist es kaum vorstellbar, dass Ihr Arbeitgeber, der globale Konzern FoodTec, die Gewinnmaximierung vor die Nöte eines Großteils der Bevölkerung setzt. Doch schon bald wird sie eines Besseren belehrt. Nicht nur, dass ihre Forschung sabotiert wird – sie wird Zeugin des Mordes an ihrem Assistenten Mike und muss die Flucht ergreifen.

Ihre Flucht, gemeinsam mit ihrem Noch-Ehmann Tom, führt sie zu den Rebellen, die ihren Kampf gegen FoodTec führen. Angeführt wird die Bewegung von Becka, die gleichzeitig Sophies Schwester ist. Trotz ihrer früheren Differenzen eint sie das Ziel, FoodTec in die Knie zu zwingen und so nehmen sie den Kampf gegen den Giganten auf.

Die Umgebung, die Stefanie Mühlenhaupt entworfen hat, fand ich nicht sonderlich abwegig, so dass die Geschichte noch brisanter wirkt und man unweigerlich beim Lesen darüber nachdenkt, ob und wann wir in solchen Zeiten landen werden.

Die Figuren fand ich gut gezeichnet, an manchen Stellen hätte ich mir noch eine tiefere Charakterisierung gewünscht. So war mir z.B. der Schwesternkonflikt zu schnell beigelegt.

Die Handlung war in sich schlüssig und durch den flüssigen Schreibstil recht spannend, auch wenn das Ende der Geschichte im Groben vorhersehbar war. Dieses erinnert mehr an einen Film als an ein Buch, das man gerade liest.

Der “böse” Multikonzern auf der einen Seite und die “standhaften” Rebellen auf der anderen Seite waren mir persönlich ein wenig zu plakativ und ließen nicht sehr viel Spielraum für eventuelle Zwischentöne. Hier wäre sicherlich noch ein wenig mehr Potential gegeben.

Trotzdem war “RESISTENT” Alles in Allem ein kurzweiliges, spannendes Lesevergnügen, das vornehmlich durch das Szenario und den Schreibstil besticht.

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