FLEISCHMALER von Jo Machedanz [Rezension]

Auch wenn ich bei der Leserunde auf Lovelybooks nicht zu den Gewinnerin gehörte, hatte ich die Gelegenheit „FLEISCHMALER“ von Jo Machedanz zu lesen. Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 314 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 978-3982099613
    • 14,98 EUR als Taschenbuch
    • 0,99 EUR als ebook (Stand 04.08.2019)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Ein brutaler Mord mit einem Flammenwerfer mitten in Berlin. Die Polizei ermittelt unter Hochdruck. Doch dass die Täter auch eine junge Frau gefangen halten, ahnt niemand – außer Kiki Timm, die Freundin der Entführten. Kiki muss etwas tun. Sie ist eigensinnig, willensstark, eine begabte Graffiti-Sprayerin, die hohe Mauern erklettern und sich wehren kann. Und Kiki ist taub. Ohne ihre Hörimplantate lebt sie in der Stille. Als die Polizei Kikis Befürchtungen nicht ernst nimmt, beginnt sie zusammen mit dem Aussteiger Paul auf eigene Faust zu ermitteln. Unterdessen sucht ein amerikanischer Privatdetektiv für einen zwielichtigen Auftraggeber in der deutschen Hauptstadt nach Akt-Gemälden des berüchtigten Nazi-Malers Adolf Ziegler. Viel zu spät erkennen die Akteure, dass sie durch ihre Nachforschungen in ein gefährliches Netz aus Lügen, Hass und Gewalt geraten.

Mein Eindruck:

„FLEISCHMALER“ verknüpft auf intelligente Weise drei Handlungsstränge. In dem einen erlebt der Leser, wie sich Kiki auf die Suche nach ihrer Mitbewohnerin begibt und dabei Unterstützung durch Paul erhält. Beide zusammen bilden schon aufgrund des Altersunterschiedes ein recht ungleiches Paar, das einem aber im Verlaufe der Story nahezu ans Herz wächst.

Ein weiterer Handlungsstrang zieht sich durch die Bemühungen der Sonderkommission „Brandopfer“ um Hauptkommissar Grossmann, den Täter zu fassen, der sein erstes Opfer mit einem Flammenwerfer tötet und es nicht dabei belässt.

Zudem begibt sich Adam Peppercorn, ein amerikanischer Privatdetektiv im Auftrag seines skurrilen und unsympathischen Auftraggebers auf die Suche nach Akt-Gemälden des Nazi-Malers Adolf Ziegler.

Auf geschickte Weise schafft es der Autor, diese Handlungsstränge zu einem komplexen Gebilde zu formen, welches durchweg spannend zu lesen ist. Hierbei merkt man ihm seine Begeisterung zur Kunstgeschichte an, die durchaus auch ansteckend wirkt. Denn auch diese „Ausflüge“ in die Kunstwelt werden auf verständliche Art und Weise vermittelt, ohne übermäßig in höhere Sphäre abzugleiten.

Schauplatz der Story ist vornehmlich Berlin. Hier werden nicht nur detailreich die Villengegenden beschrieben, sondern auch die düsteren Ecken. Die Charaktere wirken ausgefeilt und es fällt einem leicht, sich in sie hineinzuversetzen.

Durch kurze Kapitel mit häufigen Perspektivwechseln hält Jo Machedanz sowohl Spannung als auch Tempo hoch.

Kurzum: ein gelungener Debütkrimi mit Anspruch, dem gerne weitere folgen dürfen!

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