STILLE NACHT, TÖDLICHE NACHT von Petra und Uli Mattfeldt (Hrsg.) [Rezension]

Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne Adventskalender? Um Krimifans die Wartezeit aufs Christkind zu versüßen, gibt es im Bookspot Verlag dieses Jahr „STILLE NACHT, TÖDLICHE NACHT – 24 MÖRDERISCHE ADVENTSGESCHICHTEN“ eine Anthologie mit Kurzkrimis von verschiedenen Autoren. Aufmerksam wurde ich darauf durch Heike Gellert und Astrid Plötner. Die Gelegenheit, zwei Lokalmatadorinnen in einem Buch verewigt zu sehen, ist ja relativ rar. 😉 Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Im Gegensatz zu meinem Schokoadventskalender konnte ich den täglichen Rhythmus beim „Öffnen der Türchen“ allerdings nicht einhalten. Ich hoffe, man sieht es mir nach. 😉

    • Taschenbuch: 368 Seiten
    • Verlag: Bookspot Verlag
    • ISBN: 978-3956691188
    • 14,80 EUR als Taschenbuch
    • 9,99 EUR als ebook (Stand: 16.12.18)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Weihnachten, die schönste Zeit des Jahres. Eigentlich. Denn sobald nicht mehr der Alltag das größte Ärgernis ist, sondern Familie und die nächsten Freunde, ist der große Knall vorprogrammiert. Wie extrem das ausfallen kann, zeigt dieser ganz eigene Adventskalender des Bookspot Verlages.

„Stille Nacht, tödliche Nacht – 24 mörderische Adventsgeschichten“, in einer Anthologie gesammelt und zusammengestellt von Petra Mattfeldt und Uli Mattfeldt. Der Bookspot Verlag präsentiert die besten Geschichten rund um das Thema Weihnachten!

Mein Eindruck:

Ich finde, es ist immer schwierig, eine Rezension zu einer Anthologie zu schreiben. Das Hauptthema ist zumeist festgelegt, wie hier „Weihnachten“, ebenso das Genre. Die Anzahl der Geschichten macht es nahezu unmöglich, auf jede einzelne detailliert einzugehen, ohne den Rahmen zu sprengen, den der übliche Blogleser gewohnt ist.

In diesem Adventskalender finden sich 24 kurze Krimis, die durch ihre Vielfalt überraschen. Das bezieht sich nicht nur auf die Tatmotive, sondern auch die Perspektiven, aus denen die Geschichten geschildert sind. Die meisten Geschichten warten mit mindestens einer überraschenden Wendung auf, die den Leser in ihren Bann ziehen und auch teilweise emotional mitreißen.

Während man auf der einen Seite mit dem Täter mitfühlt und ihm aufgrund der erlittenen Erniedrigungen sogar viel Erfolg bei seinem Plan wünscht, treibt es einem z.B. einen dicken Kloß in den Hals, wenn man mitverfolgt, wie sich ein Weihnachtsmann auf seiner Flucht nach einem missglückten Bankraub plötzlich im Krankenzimmer eines sterbenden Jungen wiederfindet.

Und wenn auf skurrile Weise aus dem Täter ein Opfer wird, bleibt auch der Humor nicht auf der Strecke. Mit einem solchen Facettenreichtum hatte ich bei diesem Buch ehrlich gesagt nicht gerechnet.

Auch wenn es der Untertitel aussagt, beinhaltet nicht jede Geschichte einen Mord. Das tut dem Gesamteindruck aber überhaupt keinen Abbruch. Somit ist diese Anthologie sicherlich nicht nur auf die Vorweihnachtszeit beschränkt, sondern zu jeder Jahreszeit eine Empfehlung wert.

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2 Kommentare

  1. Eine Rezension zu einer Anthologie zu verfassen, ist aus den von dir genannten Gründen wirklich alles andere als einfach. Trotz allem finde ich, dass dir das wirklich richtig gut gelungen ist. Mich hast du auf jeden Fall neugierig darauf gemacht.

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