HERZSCHLAG DER GEWALT von Matthias Soeder [Rezension]

Ein Pilot, der zudem noch die Zeit findet, einen Thriller zu schreiben? Diese Tatsache alleine nötigt mir bei meiner Vorstellung des Pilotenseins eine Menge Respekt ab. Insofern konnte ich auch nicht widerstehen, als ich das Angebot bekommen habe, “Herzschlag der Gewalt” von Matthias Soeder zu rezensieren.

    • Taschenbuch: 432 Seiten
    • Verlag: Eigenverlag
    • ISBN: 978-3000508769
    • 13,90 EUR als Taschenbuch
    • 6,99 EUR als ebook

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Alexander Hartmann führt ein gefährliches Doppelleben: Vordergründig ein harmloser Frachtpilot, übernimmt er immer wieder riskante Aufträge für den deutschen Geheimdienst.
Dann verliebt sich Hartmann in die ahnungslose Valentina. Um sie nicht zu gefährden, will er aussteigen. Doch der Chef des Bundesnachrichtendienstes weiß von seiner kriminellen Vergangenheit und erpresst ihn: Knast oder Kooperation für einen letzten Fall.
Alexander hat keine Wahl. Er muss den hochbrisanten Auftrag annehmen, um nicht für Jahre hinter Gittern zu verschwinden, und noch wichtiger, um nicht die Liebe der gesetztestreuen und pazifistischen Valentina zu verlieren.

In Nairobi planen somalische Terroristen einen perfekt inszenierten Massenmord auf eine deutsche Einrichtung. Hartmann soll den Anschlag verhindern und die Drahtzieher überführen. Doch zu spät erkennt er die wirklichen Hintergründe des Anschlags. Die unglaubliche Wahrheit bringt auch Valentina in Gefahr. Es entbrennt ein Kampf gegen menschliche Gier und Machtgelüste. Ein Kampf ums nackte Überleben und um Gerechtigkeit.

Mein Eindruck:

Da ich den Klappentext schon bereits für sehr umfangreich halte, möchte ich hier gar nicht näher auf den Inhalt eingehen.

Zum Einstieg in die Story stellt der Autor Alexander Hartmann in Deutschland und seinen Gegenspieler Chibala in Afrika vor. Er belässt es hierbei nicht bei einer kurzen Beschreibung, sondern berichtet über ihre Entwicklung von ihrer Kindheit an. Diese Schilderungen sind recht lebendig und lassen dem Leser komplexe und vielschichtige Protagonisten vor dem inneren Auge erscheinen.

Jeder Lebenslauf für sich alleine ist schon spannend zu lesen, auch weil dieser jeweils durch heftige Schicksalsschläge geprägt wurde. Daher fand ich es sogar ein wenig bedauerlich, dass sich Alexanders und Chibalas Lebenswege unweigerlich kreuzen müssen, und die Wahrscheinlichkeit bei 100 % liegt, dass einer der beiden auf der Strecke bleiben muss.

Nicht nur die Hauptakteure sind klar gezeichnet. Auch die Nebenpersonen sind scharf umrissen und fügen sich nahtlos in das Bild ein. Einzig der Drahtzieher des geplanten Anschlages blieb für mein Empfinden ein wenig zu unscharf. Das allerdings wirkt sich nicht übermäßig auf diese spannende fesselnde Geschichte aus.

Der Erzählstil ist flüssig und detailliert, ohne ausschweifend zu sein. Das Erzähltempo ist jederzeit der Handlung angemessen und vermag es, den Leser dauerhaft zu bannen.

Auch wenn es in der Story mitunter sehr gewalttätig zugeht, ist es weniger das, was das Buch auszeichnet. Vielmehr schafft es der Autor auch, den Leser an seiner emotionalen Schmerzgrenze zu triggern. Hier gibt es insbesondere zwei Szenen, hinter denen meiner Meinung nach alle Gewalttätigkeit verblasst.

Kurzum: wer einen intelligent durchdachten und fesselnden Thriller sucht, sollte hier definitiv zugreifen!

Weitere Eindrücke zum Buch:

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  • 3 Kommentare

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