WUNDERLAND von Martin Krist [Rezension]

“WUNDERLAND” von Martin Krist ist der nunmehr 8. Band der Kalkbrenner-Reihe und ich hatte die Gelegenheit, die neuesten Ermittlungen vorab lesen zu dürfen. Dafür recht herzlichen Dank!

    • Taschenbuch: 412 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 978-3948987466
    • 12,99 EUR als Taschenbuch
    • 0,99 EUR als ebook (Stand: 11.04.2022)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Für den sechsjährigen Michel bricht eine Welt zusammen, als seine Eltern bei einem Autounfall sterben. In Richard findet er einen väterlichen Freund. Doch die Geborgenheit währt nicht lange.
Jaminas Bruder wird tot aufgefunden. Überdosis – obwohl er seit Monaten clean war. Jamina beginnt nachzuforschen und gerät selbst in Gefahr.
Währenddessen wird Kommissar Kalkbrenner zu einer Leiche auf einer Mülldeponie gerufen. Seine Ermittlungen führen ihn geradewegs in die Hölle …

Mein Eindruck:

Paul Kalkbrenner ermittelt im Fall einer entsorgten Leiche auf einer Mülldeponie in Potsdam. Hierbei begegnet er zum ersten Mal Jamina Stark, einer aufstrebenden Kriminalbeamtin, die kurz davor ist, die Karriereleiter heraufzuklettern.

Doch sie wird mit dem Tod ihres Bruders konfrontiert und beginnt, auf eigene Faust nachzuforschen. Denn niemand schenkt ihr Glauben, dass es kein gewöhnlicher Drogentod ist.

Auf einer dritten Handlungsebene begegnen wir Michel, der mit seiner Schwester nach dem Unfalltod seiner Eltern in die Obhut von Nonnen gegeben wird und dort auf abscheuliche Weise missbraucht wird.

Martin Krist schafft es auch in “WUNDERLAND”, mehrere Handlungsstränge auf sehr beeindruckende Weise miteinander zu verweben, und das in einem Tempo, das dieses Buch zu einem echten Pageturner macht. Sämtliche Versuche, das Dickicht zu durchdringen schlugen bei mir bis zum Schluss fehl.

Denn Krist hat bewiesen, dass er nicht nur meisterhaft komplexe Zusammenhänge zusammenfügen kann; vielmehr hetzt er den Leser nahezu spielerisch durch diverse Zeitebenen, so dass er den großen Aha-Effekt bis zum Ende aufbewahren kann.

Trotz der Action schafft es der Autor, den Figuren eine nahezu realistische Tiefe einzuhauchen. Dieses wird vor allem in dem Moment offensichtlich, in dem Kalkbrenner einen schweren Verlust hinnehmen muss. Und auch die Schilderungen aus Michels Sicht, die seine Nöte wedergeben, sind von solch einer Intensität, dass es einen einige Male schaudern lässt.

Krist schafft es hier, aufwühlende Bilder in den Kopf zu pflanzen, ohne sich in die Details zu ergehen. Sein Michel erzeugt somit einen emotionalen Sog, der die eh schon vorherrschende Spannung auf ein sehr hohes Maß schraubt.

“WUNDERLAND” hat mich mit zwei Erkenntnissen zurück gelassen:
1. Ich will bald einen neuen
2. Es ist der bisher beste Kalkbrenner, fürwahr! 😉

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