DÜSTERE VERKETTUNG: BLÁR FINKELSTEIN von Viktor Dueck [Rezension]

„DÜSTERE VERKETTUNG: BLÁR FINKELSTEIN“ von Viktor Dueck ist ein Mystery-Thriller und der Auftakt zu einer zweiteiligen Reihe, die mit „DÜSTERE VERKETTUNG: INGEBORG“ ihre Fortsetzung findet. Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 326 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 978-3752627541
    • 12,00 EUR als Taschenbuch
    • 2,99 EUR als ebook (Stand: 16.05.2021)

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Es ist das Jahr 1985. Der Veteran Blár Finkelstein gerät nach dem Tod seiner Frau zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Um seine Enkeltochter Caja vor der Obdachlosigkeit zu bewahren, muss er sich von ihr trennen. Doch da taucht ein Brief von einem Unbekannten auf und garantiert der kleinen Familie materielle Sicherheit, vorausgesetzt Blár liefert ein Päckchen aus.

Seit Tagen wird Skadi Laaksonen nachts von ihrem verstorbenen Ehemann heimgesucht. Sobald sie die Augen schließt, spürt sie auf ihrem Gesicht seinen Atem. Indessen hat Skadis Schwiegersohn Ivar von einem Mann gehört, der ihnen helfen kann, herauszufinden, was der Verschiedene möchte.

Seit Jahren schleicht der nervlich labile Gennadi Filippow jeden Morgen zum Fenster, um durch einen Spalt der zugezogenen Vorhänge zu spähen. An manchen Tagen sitzt ein Hund davor, geschickt von einem Scheusal, um ihn daran zu erinnern, dass er nicht vergessen wurde.

Ohne voneinander zu wissen, geraten sie in eine Verkettung, aus der es keinen Ausweg gibt …

Mein Eindruck:

Stor-Yel, eine Ortschaft in einem fiktiven Land zwischen der UdSSR und Finnland, ist die Heimat von Blár Finkelstein, seiner Enkelin Caja und ihrem Hund Fluffy. Sie leben in absolut kärglichen Verhältnissen und so kommt ein mysteriöser Brief einer Verheißung gleich – ein unbekannter Gönner bietet Blár 500 US-Dollar, wenn er sich bereit erklärt, ein Päckchen an eine bestimmte Adresse zu liefern.

Trotz widerstrebender Gefühle lässt sich Blár auf diesen Handel ein. Die Auslieferung muss nachts erfolgen und er darf von niemanden dabei gesehen werden. Gewissenhaft erledigt Blár die Aufgabe und sein finanzielles Leid scheint gelindert zu sein. Doch eine Tragödie in der Familie des Empfängers nagt an seinem Gewissen – war das ausgelieferte Päckchen der Grund dafür? Ist er unwissentlich zu einem Mittäter geworden? Blár begibt sich auf die Suche und muss feststellen, dass seine Lieferung nur das letzte Glied einer Kette solcher Vereinbarungen ist.

Doch seine Nachforschungen bringen nicht nur ihn in Gefahr, sondern auch diejenigen, die er für seine Recherchen aufsucht und Caja, die er sicher untergebracht glaubt.

In einem anderen Erzählstrang wird die alte Skadi vom Geist ihres verstorbenen Mannes heimgesucht. Hilfe erhofft sie sich von Jalo, dem Heiler. Doch dieser verfolgt seine eigenen, finsteren Ziele.

Das Setting der Geschichte mit Nord-Osteuropa fand ich sehr gut gewählt, auch wenn es mir an manchen Stellen ein wenig schwer gefallen ist, dieses zu verinnerlichen. Doch das tat der Spannung keinen Abbruch. Schon recht schnell verfolgt man Blár gespannt auf seinem Weg, den mysteriösen Auftraggeber zu finden und die unheilvolle Kette zu durchbrechen. Ob es gelingt, werde ich hier nun nicht verraten. Doch auf dem Weg dahin wartet der Autor mit unheilvoller Spannung auf, die im weiteren Verlauf meiner Meinung nach noch zugenommen hat, auch Dank einiger unvorhergesehener Wendungen.

Gerade der Handlungsstrang um Blár mutet wie eine Sage an und wer diese Art der Erzählungen mag, wird hier bestens bedient. Doch auch die anderen Handlungsstränge empfand ich als fein und detailliert ausgearbeitet. Die mitunter traditionelle Lebensweise in Osteuropa wird hier ebenso gut transportiert, wie der dort vorherrschende Aberglaube. Dieses vermittelt beim Lesen die nötige Portion metaphorische Finsternis, die einen guten Mystery-Thriller auszeichnet.

Die Wechsel zwischen den Handlungssträngen empfand ich an den passenden Stellen gesetzt, so dass man dem Verlauf der Geschichte ohne Mühen folgen konnte. Der Schreibstil war ebenso zur Story stimmig, wie die Dialoge realitätsnah.

Kurzum: „DÜSTERE VERKETTUNG: BLÁR FINKELSTEIN“ entführt in eine andere Welt und ist zudem ein sehr lesenswerter Mystery-Thriller. Damit ist vorprogrammiert, dass man sich auch die Fortsetzung einverleibt. 😉

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