ZWISCHEN MORD UND OSTSEE – NASSES GRAB von Thomas Herzberg [Rezension]

Wenn man sich schon hinsichtlich des Urlaubs einschränken muss, kann man zumindest literarisch in die Ferne schweifen. „ZWISCHEN MORD UND OSTSEE – NASSES GRAB“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe von Thomas Herzberg und ich hatte die Gelegenheit, den ersten Band, erschienen im FeuerWerke Verlag, vorablesen zu dürfen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle!

 

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Am Ostseestrand der Halbinsel Holnis, Dänemark in Sichtweite, wird die schrecklich entstellte Leiche eines Mannes gefunden. Eine Hiobsbotschaft, die kurz vor Start der neuen Urlaubssaison zahlende Gäste abschrecken könnte. Somit ist bei den Ermittlungen Leisetreten angesagt.

Ina Drews und Jörn Appel – das neue Team der Flensburger Mordkommission – kommen da gerade recht. Aber schon ihr erstes Aufeinandertreffen endet im Eklat, wofür es gute Gründe gibt. Während sich die beiden widerwillig zusammenraufen, geht es mit den Ermittlungen anfangs erfreulich schnell voran.

Doch mehr und mehr versinkt alles sicher Geglaubte in einem Strudel aus Lügen und Halbwahrheiten. Hinzu kommt Druck von oben, mit dem sich Ina und Jörn noch zusätzlich herumschlagen müssen. Dabei gerät selbst der Mordfall zeitweise in Vergessenheit…

Mein Eindruck:

Ina Drews und Jörn Appel bilden ein neues Team bei der Flensburger Mordkommission. Ina kehrt nach einer Auszeit zurück, Jörn stößt nach seiner Versetzung aus Bochum hinzu. Sie beide verbindet Inas Schwester, mit der Jörn verheiratet war und dementsprechend stehen sie sich, in tiefer Abneigung verbunden, gegenüber.

Doch die Ermittlungen um den ermordeten Peter Nissen zwingen sie schon recht bald dazu, ihre Antipathien hintenan zu stellen und sich auf den Fall zu konzentrieren. Schon recht bald führt sie die Spur zur Lütje Deern, einem Fischkutter, auf dem das Opfer gearbeitet hatte.

Durch die Perspektivwechsel zur verbliebenen Mannschaft der Lütje Deern erfährt auch der Leser recht schnell, dass die Umstände des Todes mit den nicht legalen Aktivitäten dort zusammenhängen.

Soweit absolut easy, sollte man meinen. Doch es dauert sowohl für die Polizisten als auch den Leser bis zum Schluss des Krimis, den Fall in seinen Einzelheiten zu erfassen.

Und den Weg bis dorthin pflastert Thomas Herzberg nicht nur mit einer gehörigen Dosis Lokalkolorit, sondern auch einem recht lockeren Schreibstil.

Dabei konzentriert er sich nicht vornehmlich auf die Ermittlungen, sondern gibt Ina und Jörn ausreichend Raum, um ihre privaten Lebensumstände und die Entwicklung ihrer persönlichen Beziehung zu schildern. Auch hierbei geht er recht detailliert zu Werke, so dass der Mord an manchen Stellen tatsächlich in den Hintergrund gerät; vor allem, wenn man den erfrischenden Dialogen der beiden folgt. Dieses habe ich aber in keinem Fall als Manko empfunden. Denn gerade bei Jörn ist allerhand los. Als Vater einer ebenfalls pubertierenden Tochter konnte ich voll mit ihm mitfühlen.;)

Auch die Nebenfiguren sind recht plastisch dargestellt und machen meiner Meinung nach „ZWISCHEN MORD UND OSTSEE – NASSES GRAB“ zu einem durchaus gelungenen Start in eine neue Krimireihe.

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