TEUFELSWILD von Martin Krist [Rezension]

„TEUFELSWILD“ von Martin Krist ist die Neuauflage des zweiten Kalkbrenners-Thrillers, der vormals unter dem Titel „Gier“ erschienen ist. Ich durfte den „Ziegelstein“, wie der Autor ihn selbst nennt, vorab lesen und sage an dieser Stelle Dankeschön für die Gelegenheit!

    • Taschenbuch: 543 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 978-3753115467
    • 15,99 EUR als Taschenbuch
    • 0,99 EUR als ebook (Stand: 16.11.2020)

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

GEFÄHRLICH. SPANNEND. TÖDLICH.
An einer Berliner Schule wird ein Lehrer erschossen. Der Verdacht fällt auf zwei Schüler. Kommissar Kalkbrenner übernimmt den Fall und stößt auf ein Geflecht aus Lügen, Intrigen und Mord – das ihn schon bald mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Kann er sich und seine Familie schützen?

Der zweite Fall für Kommissar Kalkbrenner. Sein persönlichster Fall.

»Teufelswild« – der Top-Thriller (»Gier«) von Bestsellerautor Martin Krist in Neuausgabe.

Mein Eindruck:

Matthias Brodbeck, Lehrer der Berthold-Gesamtschule wird erschossen. Die beiden mutmaßlichen Täter, Lukaz und Asim, sind auf der Flucht. Paul Kalkbrenner, der sich an die Ostsee zurückgezogen hat, wird nach Berlin gerufen, um die Ermittlungen aufzunehmen.

Was wie ein typischer, nahezu normaler Mord erscheint, wird zu einem komplexen Fall, der nicht nur bis in die Führungsriege der CDU reicht, die sich gerade anschickt, die Senatswahlen für sich zu entscheiden. Auch ins Rotlichtmilieu führen Kalkbrenners Ermittlungen, das zu einem großen Teil von Miguel Dossantos kontrolliert wird.

Und weitere Leichen folgen…

„TEUFELSWILD“ wartet mit überraschenden Wendungen und verschiedenen Handlungssträngen auf, wie man es von Martin Krist gewohnt ist. Hierzu kommt, dass die Figuren, allen voran Kalkbrenner und Dossantos eine Tiefe erhalten, dass sie nahezu plastisch wirken. Gerade Paul Kalkbrenner, der gerne gegen Konventionen verstößt, wirkt durch seine Versuche, neben der Tätersuche seine Ehe zu retten und seiner im Sterben liegenden Mutter beizustehen, sehr menschlich und man spürt beim Lesen seine Hilflosigkeit nahezu.

Äußerst geschickt konstruiert Martin Krist einen Fall, der sich durch nahezu alle Bevölkerungsschichten Berlin zieht. Diese Vielschichtigkeit transportiert Martin Krist meiner Meinung nach nicht nur auf spannende, sondern auch durchaus auch informative Weise.

Der Schreibstil ist klar und prägnant, was sich auch durch durchaus knackige, realistische Dialoge darstellt. Und so entwickelt der Thriller eine ungeheure Sogwirkung auf den Leser, der er sich nicht entziehen kann – selbst wenn er wollte, aber die Gefahr besteht gar nicht. 😉

In „TEUFELSWILD“ vereinigen sich Thriller und Milieustudien in einer atmosphärischen Dichte, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will!

Ja, das Buch sprengt mit seiner Seitenzahl sicherlich manchen Rahmen, aber es ist keine Seite vergeudet! Beim Lesen drängte sich mir der Vergleich zu „Der große Bellheim“ auf – die Älteren erinnern sich. 😉 Ich kann mir „TEUFELSWILD“ durchaus verfilmt vorstellen – das wäre großartig!

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