HARLEKIN von Loni Littgenstein [Rezension]

„HARLEKIN“ von Loni Littgenstein wartete mit einem Cover auf, dass mir direkt ins Auge gestochen ist, obwohl ich im Regelfall eher weniger auf Cover anspringe. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 170 Seiten
    • Verlag: Redrum Books
    • ISBN: 978-3959575447
    • 9,99 EUR als Taschenbuch
    • 2,99 EUR als ebook (Stand: 01.11.2020)

 

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Natalie Merkau führt ein bescheidenes Leben. Eines Tages trifft die junge Frau auf den Obdachlosen Hans, und es entwickelt sich mit der Zeit eine tiefe Freundschaft. Nach einem brutalen Angriff auf die beiden, suchen Natalie seltsame Visionen heim. Mark Christiansen, Sohn eines Fast-Food-Restaurant-Betreibers, taucht unvermittelt in ihrem Unterbewusstsein auf. Ein 12-jähriger im Rollstuhl, der den Machenschaften seines Vaters hilflos ausgeliefert ist. Mittels einer therapeutischen Rückführung versucht Natalie zu ergründen, was die Bilder in ihrem Kopf zu bedeuten haben. Natalies und Marks Leben sind durch ein unsichtbares Band verwoben – und Natalies nimmt daraufhin eine unvorhergesehene Wendung. Was passiert, wenn das, was einmal war, zu dem wird, was noch kommt?

Mein Eindruck:

„HARLEKIN“ verfügt über zwei Handlungsstränge, zum Einen den von Mark und zum Anderen den von Natalie. Während Mark, an den Rollstuhl gefesselt, dem grausigen Werk seines Vaters tatenlos zusehen muss, sieht sich Natalie der Ablehnung Ihrer Stiefmutter gegenüber, die durch ihren konfliktscheuen Vater noch verstärkt wird.

Beides sind also von Beginn an Opfer, wenn auch auf unterschiedlichen Ebenen. Die Sequenzen um Mark sind roh und brutal, die Sequenzen um Natalie hingegen finden auf eher psychologischer Ebene statt. Diesen Kontrast fand ich sehr gelungen dargestellt, obwohl man für den rohen Part sicher einen gesunden Magen benötigt. Beide Hauptpersonen fand ich recht gut und nachvollziehbar dargestellt.

Durch den Überfall auf Natalie werden dann die Handlungsstränge miteinander verknüpft, indem Mark plötzlich in ihrem Kopf auftaucht und Natalie seine Erfahrungen teilt. An dieser Stelle hätte ich mir mehr Raum gewünscht, um Natalies Reaktion noch detaillierter zu schildern. Irgendwie nahm sie mir den Umstand ein wenig zu schicksalsergeben hin.

Das ändert letztendlich aber nichts daran, dass man dem Plot weiter gebannt folgt, um zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht. Der wohltuend schlichte Schreibstil tut sein Übriges dazu, das Buch in einem sehr schnellen Tempo zu lesen und sich trotzdem in die Handlung gezogen zu fühlen.

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