HERZTERZ von Leslie Julian [Rezension]

Mit „HERZTERZ“ präsentiert Leslie Julian einen Roman, der in ihrer Bibliographie eher untypisch ist. Für mich war das kein Problem, da ich bisher nichts von ihr gelesen hatte. Das sollte sich nun ändern. An dieser Stelle vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 229 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 979-8673861370
    • 8,95 EUR als Taschenbuch
    • 2,99 EUR als ebook (Stand: 12.10.2020)

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Was passiert, wenn die hinterlistige Verwandtschaft ein temperamentvolles Ehepaar während eines fiesen Ehestreits in eine einsame Berghütte sperrt? Und wenn es dort nicht mal Internet gibt und ein Schneeeinbruch selbst den Handyempfang lahmlegt? Wenn Rachegelüste und Missverständnisse für eine Katastrophe nach der anderen sorgen? Phantasievoll und mit viel Wortwitz bekriegen sich Alexandra und Daniel auf lustige, manchmal niederträchtige, aber immer einfühlsame Art und Weise, bis… ach, lesen Sie selbst!

Mein Eindruck:

Alex und Daniel sind mittlerweile über 15 Jahre verheiratet. Daniel hat sich zu einem kleinen Tyrannen entwickelt, der kein gutes Haar an Alex lässt. Als ihr Versuch, seinen Respekt einzufordern, erneut misslingt, beschließt sie nicht nur, sich scheiden zu lassen. Vielmehr schüttet sie ein Füllhorn an Scherzen über ihm aus, um sich an ihm zu rächen.

Die bucklige Verwandtschaft in Gestalt von Nina und Lukas ist allerdings der Meinung, dass eine Scheidung keine Lösung sein kann. Gemeinsam schmieden sie den Plan, Alex und Daniel in ihrem Ferienhaus zu kasernieren, bis sie ihre Differenzen beigelegt haben. Doch die zarten Annäherungen schlagen ein ums andere Mal fehl.

Ein Setting, wie gemacht für einen Thriller, sollte man meinen – doch Leslie Julian hat aus der Situation einen humorvollen Roman gemacht, der einen nur über die Seiten fliegen lässt.

Auch wenn sicher der Humor im Vordergrund stehen dürfte, erhalten vor allem die Hauptfiguren eine Tiefe, wenn sich die Autorin in ihre Gedankengänge einfühlt, und sie reflektieren lässt, wie sie auf den Weg in den Rosenkrieg geraten sind. Hier wirken sie nahezu lebensecht. Die Wechsel zwischen Witz und Nachdenklichkeit sind aus meiner Sicht sehr gut getimed; wobei die Streiche, die sich Alex und Daniel spielen an manchem Punkt etwas zu albern und verspielt wirken. Doch wer weiß, zu was man selbst in seiner Rachsucht fähig sein wird?

Der Schreibstil ist als locker zu bezeichnen und wird der Geschichte absolut gerecht.

Bleibt also festzuhalten, dass „HERZTERZ“ ein kurzweiliges Lesevergnügen beschert.

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