BLUTIGE WELTEN von Günther Kienle (Hrsg.) [Rezension]

„BLUTIGE WELTEN“, herausgegeben von Günther Kienle, ist die aktuellste Anthologie, die im Leseratten Verlag erschienen ist. Bevor nun aber schon die nächste erscheint, muss ich mich sputen, um hierzu noch fix meinen Eindruck niederzuschreiben. 😉

Ich für meinen Teil stehe ja auf Anthologien, jedoch sind diese für mich zumindest aus Rezensionssicht eine besondere Herausforderung.

    • Taschenbuch: 390 Seiten
    • Verlag: Leseratten Verlag
    • ISBN: 978-3752963649
    • 18,00 EUR als Taschenbuch
    • 9,99 EUR als ebook (Stand: 17.08.2020)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Warnhinweis:
Blutige Welten sollten Sie nicht anwenden, wenn Sie glauben, dass sich Halblinge und Elben nicht zur Neubesiedlung fremder Planeten eignen, Sie Engel, Vampire und Drachen für allmächtige Wesen halten, Angst vor Leichensäcken, Riesenpenissen und Kängbibern haben oder denken, David Bowie wäre kein Außerirdischer.

Dosierung:
Wir empfehlen Blutige Welten nur in kleiner Dosierung zu sich zu nehmen. Darum haben wir 13 Anwendungen von den besten Fantastik Autoren vorbereiten lassen, in denen Fantasy, Science-Fiction, Humor, Horror und Verschwörungstheorien in verschiedensten Anteilen vermengt wurden.

Bei Überdosierung:
Gehen Sie ins Bett und schalten Sie das Licht aus. Schlafen ist die beste Medizin … wenn Sie denn noch schlafen können.

Mit blutigen Geschichten von T.S. Orgel, Vincent Voss, Ju Honisch, Torsten Scheib, Markus Heitkamp, Nele Sickel, Stefan Cernohuby, Wolfgang Schroeder, Sarah König, Thomas Williams, Jörg Fuchs Alameda, Marina Heidrich und Günther Kienle.

Mein Eindruck:

Der Titel „BLUTIGE WELTEN“ lässt vermuten, dass es sich bei dem Buch um das bloße Aneinanderreihen von splattrigen kurzen Storys handelt – doch weit gefehlt.

Ja, es wird blutig und ja, es geht mitunter derb zur Sache. Doch die Anthologie darauf zu reduzieren, würde ihr in keinem Fall gerecht. Vielmehr sind die Kurzgeschichten allesamt geprägt von einem ordentlichen Schuss Humor. Dieser ist mal mehr brachial, erstreckt sich manchmal auf in Anspielungen, die nicht auf Anhieb ersichtlich sind. Da ich meine, beides zu beherrschen, kam ich bei bei der kurzweiligen Sammlung voll auf meine Kosten.

Was bei „BLUTIGE WELTEN“ aufgefallen ist, war der Facettenreichtum. Dieser erstreckt sich von einer wilden Schießerei in einer Hamburger Bar im Jahr 2038 über Weltraumsöldner bis hin zu einer speziellen Zutat für den sagenumwobenen FiftyNiner, und und und.

Im Gegensatz zu manch anderen Anthologien, die thematisch oder personell recht eng begrenzt sind, merkt man hier wirklich jeder Geschichte an, dass sich die Autoren und Autorinnen wahrhaft in fast jede erdenkliche Richtung ausgetoben durften und es auch getan haben.

Und wenn ich als jemand, der Science-Fiction nun nicht als sein bevorzugtes Lesegenre betrachtet, zusätzlich zum ebook (als Rezensionsexemplar) die Printausgabe kaufe, ist das wohl Statement genug. 😉

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