TOTSEE von Arne M. Boehler [Rezension]

Die Rezension zu „TOTSEE“ von Arne M. Boehler habe ich nun schon sehr lange ausstehen gehabt. Leider hing ich zu tief in einem mentalen Loch, als dass ich… aber lassen wir das. Es geht ja nicht um mich.

Bereits der Erstling „DAS WEINEN DER KINDER“ hat bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen und ich war gespannt, ob der Autor mit seinem Nachfolger meinen Eindruck bestätigen kann. Herzlichen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 392 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 978-3750279728
    • 13,99 EUR als Taschenbuch
    • 5,99 EUR als ebook (Stand: 09.05.2020)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Nora Dahn ist die beste Personenschützerin Deutschlands. Sie hat Weltstars bewacht, Kanzler und Industrielle. Ihr neuer Auftrag hört sich harmlos an: Eine junge Frau beim Urlaub in den Bergen begleiten? Nichts leichter als das.
Am idyllischen Bergsee angekommen merkt Nora jedoch schnell, dass ihren Schützling ein düsteres Geheimnis umgibt. Noch bevor sie die Reißleine ziehen kann, steckt sie inmitten einer tödlichen Verschwörung, die in die dunkelste deutsche Vergangenheit zurückreicht.
Nicht nur Noras eigenes Leben gerät in höchste Gefahr …

Mein Eindruck:

Der Story voran geht ein Prolog, der Spannung verspricht. Karsten von Hallstein, ein Adeliger mit langem Stammbaum, ist Mitglied im Club der Dreißig, einer Vereinigung von Verschwörern.
Sein Bestreben ist es, nicht nur die Gruppierung anzuführen, sondern ganz Deutschland.

Die eigentliche Geschichte beginnt mit damit, dass Nora Dahn wider Willen den Personenschutz für Kim Bergström übernimmt. Kim ist die Erbin eines Pharmaunternehmens und leidet traumabedingt unter psychischen Problemen, die sich in Wahnvorstellungen auszuarten scheinen. Hierfür wurde ihr bereits Heide-Marie Wörner, eine angebliche Psychiaterin an die Seite gestellt und es kommt zu einer ersten Begegnung in einem Haus am Todtsee. Doch sind es tatsächlich Hirngespinste, die Kim umtreiben oder steckt etwas Anderes dahinter?

Zur selben Zeit kommt es in Deutschlands Kirchen vermehrt zu Selbstmordattentaten, deren Hintergrund zunächst nicht klar ist. Mit den Ermittlungen ist u.a. Aslan Özkan, ein Freund Noras beim BKA betraut.

Arne M. Boehler versteht es sehr geschickt, in „TOTSEE“ diese beiden, scheinbar unabhängig voneinander, stattfindenden Ereignisse zu verknüpfen und den Leser in ein Netz von Spannung und Tempo zu fesseln. Die Story, die mit ihren Intrigen und Verschwörungen bis in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte reicht, ist sehr gut recherchiert, was das Lesevergnügen zudem verstärkt. Die Wechsel zwischen den Handlungssträngen sind aus meiner Sicht passend gesetzt.

Die Figuren sind recht lebhaft gezeichnet, dass man meint, nicht nur zu lesen, sondern einen Film zu schauen. Der erneut flüssige Schreibstil lässt die Seiten nur vorüberfliegen.

Auch wenn „TOTSEE“ für mein Empfinden actionreicher als „DAS WEINEN DER KINDER“ ist, gelingt es dem Autor, eine psychologisch recht starke Komponente zu verpassen, so dass hier der Mix aus Action- und Psychothriller sehr gut gelungen ist.  Mit „TOTSEE“ dürfte also jeder Thrillerfreund auf seine Kosten kommen.

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