DAS GENOM CHRISTI von Nicci Zoe [Rezension]

Mit „DAS GENOM CHRISTI“ von Nicci Zoe habe ich mich in das Reich der Science Fiction begeben. Im Regelfall schaue ich Science Fiction eher, als dass ich es mir per Buch gönne. Insofern war es auch ein Stück Neuland für mich. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an dieser Stelle!

    • Taschenbuch: 400 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 978-3946425762
    • 16,00 EUR als Taschenbuch

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Man kann die Vergangenheit nicht ändern – nicht einmal, wenn man im Besitz einer Zeitmaschine ist!

Viele Jahre glaubt das US-Militär, dies sei die absolute Wahrheit, und schickt immer wieder Menschen durch die Jahrhunderte. Doch dann erhalten sie eine Nachricht, in der vor einem fatalen Fehler in der Geschichte gewarnt wird.

Gemeinsam mit einem Team aus Wissenschaftlern reist Colonel Matthew Agostini zurück in das Jahr 33 n. Chr., um herauszufinden, worin dieser Fehler besteht und wer dafür verantwortlich ist. Eine Suche, bei der jeder falsche Schritt das fragile Gleichgewicht des Raumzeitkontinuums gefährden kann.

Schon bald erkennt Agostini, dass es noch eine ganz andere Wahrheit gibt und dass sein Gegenspieler vielleicht in den eigenen Reihen zu finden ist.

Mein Eindruck:

Der Prolog startet in der Eiszeit, 12.000 Jahre vor Christi Geburt. Den Leser erwartet ein Schreiben von Sayid Bashir, das die Verzweiflung widerspiegelt, in der er sich befindet und das auch Bezug auf die Ereignisse in Jerusalem nimmt, die sich im Jahr 33 n.Chr. abgespielt haben.

Die eigentliche Geschichte startet im Juni 2019. In Boston sucht Colonel Agostini Pater O´Malley in seiner Kirche auf und konfrontiert ihn mit der Frage, was dieser über Zeitreisen weiß.

Dass O´Malley in dieser Geschichte und auch in der Geschichte einen ganz besonderen Platz einnehmen wird, ist ihm zu diesem Zeitpunkt gar nicht bewusst, und auch dem Leser offenbart sich dieses erst nach und nach.

Agostini ist zu diesem Zeitpunkt mit seinem Team bereits in das Jahr 33 n. Chr. gereist, um einen Fehler zu korrigieren, der dort begangen worden sein soll. Zu seinem Team gehören u.a. die Historikerin Amanda, der Chirurg Nathaniel und der undurchsichtige Sayid Bashir. In Jerusalem angekommen, stellen Sie fest, dass die Dinge nicht so sind, wie sie laut Geschichtsschreibung sein sollten – Jesus ist zu früh am Ort des Geschehens, und plötzlich taucht augenscheinlich noch Kaiser Tiberius auf. Dieser entpuppt sich mit seinem Gefährten als Besucher aus dem 22. Jahrhundert, die Jesus in ihre Zeit entführen wollen.

Der Roman spielt sich in verschiedenen Zeitebenen ab, und verlangt schon ein wenig Aufmerksamkeit beim Lesen. Es ist meiner Meinung nach kein Roman, der sich mal eben so „im Vorbeigehen“ lesen lässt. Die nötige Aufmerksamkeit erzeugt Nicci Zoe durch ihre Charaktere, die sehr vielschichtig angelegt sind und die am Ende der Geschichte nicht unbedingt dem entsprechen, was man zu Beginn von ihnen vermutet hatte. Denn zu sehr verändert der Leidensweg und die Kreuzigung ihr Leben.

Trotz der Spannung, die sich durch das ganze Buch zieht, waren es die Zeitabschnitte im Jahr 33 n.Chr., die mich besonders gefesselt haben. Das lag vermutlich daran, dass man beim Lesen unweigerlich an eines der Evangelien denkt, und hierzu die Vergleiche zieht.

Obwohl es ein Science Fiction-Roman ist, hält sich das Techno-Blabla in Grenzen und stellt auch kein großes Hindernis für Unbedarfte dar.

Insgesamt betrachtet, ist „DAS GENOM CHRISTI“ in meinen Augen ein gelungenes Debüt von Nikki Zoe und die Tatsache, dass das Schreiben aus dem Prolog noch nicht geklärt ist, lässt auf eine Fortsetzung hoffen.

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1 Kommentar

  1. Ich hätte ja nun behauptet, Science Fiction wäre nichts für mich, aber das Buch hätte mich zumindest neugierig gemacht 🙂

    Ich wünsche Dir einen schönen 2.Advent.
    Lg
    Daggi

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