LIEBE UND ANDERE KRISEN von Elizabeth Horn [Rezension]

„LIEBE UND ANDERE KRISEN“ von Elizabeth Horn gab mir wieder die Gelegenheit, mich einem Liebesroman zu widmen. Ich finde es immer spannend, mich Genres zuzuwenden, zu deren Zielgruppe ich ursprünglich nicht gehöre. Vielen Dank an dieser Stelle für die Gelegenheit und das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 295 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 978-1091368743
    • 9,99 EUR als Taschenbuch
    • 4,99 EUR als ebook (Stand: 28.09.2019)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

War das die eigentliche Midlife-Crisis? Nicht die Angst vor dem Altwerden oder die Angst, etwas falsch gemacht zu haben, etwas zu verpassen, etwas nicht zu tun, ehe es zu spät dazu war, sondern dieses sonderbare Gefühl, nicht mehr wirklich zu wissen, wer man war und wo man stand? Alle paar Minuten konnte sich die Einstellung zum eigenen Alter total ändern. Georg irrte irgendwo zwischen Frankfurt-Marathon und Treppenlift herum (Kapitel 25).Die Frage, die Georg am meisten beschäftigt, lautet: Ist man so alt, wie man sich fühlt? Wobei ihm die Antwort auch nicht wirklich weiterhelfen würde, weil er sich abwechselnd jung und dynamisch oder aber schlicht zu alt und müde für seine blutjunge Freundin Jana vorkommt. Die Tage mit der bezaubernden jungen Frau schwanken zwischen Seligkeit und Albtraum. Kann sie das Glück sein, das er sucht? Doch nicht nur Georg, sondern auch alle Menschen um ihn herum suchen mit Humor, Verzweiflung, Frust und Zuversicht nach demjenigen, der ihr Leben vollkommen machen soll. Das Ringen mit der Liebe und anderen Krisen beschäftigt alle Generationen.

Mein Eindruck:

Georg Falk ist 52 Jahre alt, ein erfolgreicher Geschäftsmann und hat mit Jana eine Freundin, die mit ihren 24 Jahren seine Tochter sein könnte. Die Skepsis in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis ist recht hoch, doch sie lassen sich davon nicht irritieren und genießen ihr Glück.

Allerdings ist sich der rationale Teil in Georg bewusst, dass diese Beziehung nicht von ewiger Dauer sein wird. Denn auch, wenn Jana sich bemüht, ihn diesen Altersunterschied vergessen zu lassen, besitzt er nicht mehr die Spontanität und den Elan eines jungen Erwachsenen.

Eine besondere Herausforderung steht ihm bevor, als sie gemeinsam zu Janas 25. Geburtstag auf ihre Familie, insbesondere auf ihre Mutter Julia treffen. Diese Party bildet den Auftakt zu einer gravierenden Änderung nicht nur ihrer beider Leben.

Die Geschichte wird vorrangig aus Georgs Perspektive erzählt, was für mich als 51-jährigem mit fast gleichem Namen natürlich die Identifikation wesentlich erhöht und dem Roman eine besondere Note gegeben hat. 😉

Elizabeth Horn hat es hier nach meiner Ansicht geschafft, nicht nur die Hauptcharaktere in einer hervorragenden Tiefe darzustellen. Auch die Nebencharaktere sind sehr fein und liebevoll ausgearbeitet. Insbesondere Coco als Janas Mitbewohnerin sei hier erwähnt. Schon alleine sie hätte eine eigene Geschichte, quasi als Sequel, verdient – so sehr wächst sie einem ans Herz.

Wie sie die Denk- und Gefühlsstrukturen ihrer Figuren nahezu seziert hat, ohne ins Belanglose oder Kitschige abzuschweifen, war aus meiner Sicht absolut beeindruckend.

In Verbindung mit Elizabeth Horns detailreichen und gleichzeitig fließenden Schreibstil lässt man sich gerne durch diese Geschichte treiben und kommt mit einem versonnenen Lächeln zum Abschluss.

So MUSS Liebesroman, um auch männerkompatibel zu sein.

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