DORNENBRAUT von Leonie Haubrich [Rezension]

„DORNENBRAUT“ von Leonie Haubrich durfte ich bereits vor der Veröffentlichung lesen. Leider komme ich beruflich bedingt erst jetzt wieder zum Rezensieren. Nichtsdestotrotz herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

    • Taschenbuch: 250 Seiten
    • Verlag: Selfpublisher
    • ISBN: 978-1081993542
    • 19,99 EUR als Taschenbuch
    • 2,99 EUR als ebook (Stand 01.09.2019)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Die Journalistin Franziska Zimmermann recherchiert über Menschen, die unfreiwillig enthaltsam leben und eine weltweite Online-Community bilden – sogenannte Incels. Als sie in einem Incel-Forum, das nur für Männer zugelassen ist, Hinweise auf einen Mord aus Frauenhass entdeckt und ihre Tarnung auffliegt, wird Franziska von der Jägerin zur Gejagten. Doch nicht nur sie steht im Fokus des Killers, auch ihre dreijährige Tochter Marie ist in Gefahr …Ein Psychothriller, der Sie in die Abgründe des Internets entführt, wo Hass und Wut keine Grenzen kennen.

Mein Eindruck:

Franziska Zimmermann ist seit ihrer Trennung allein erziehende Mutter von Marie und versucht, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Bereitwillig beginnt sie, über für einen Artikel über Incels zu recherchieren. Verdeckt wird sie Mitglied der Internetcommunity und auch im realen Leben schafft sie es, Kontakt zu Alexander, einem Mitglied zu knüpfen.

Als dieser zusammengeschlagen wird, wird ihr die Brisanz ihrer Recherchen erst richtig bewusst. Doch sie fühlt sich verpflichtet, ihre Recherchen fortzusetzen. Denn wie es scheint, gilt es, einen Mord aufzuklären, der durch einen der Incel begangen wurde. Damit bringt sie nicht nur sich, sondern auch ihre Schwester und ihre Tochter in Gefahr.

Mir war die „Incels“ bislang nicht geläufig. Nachdem ich mich darüber informiert habe, hat es Leonie Haubrich für mein Empfinden sehr gut verstanden, die Gedankengänge der Incels treffend darzustellen.

Ebenso gut schafft sie es, die Sorgen und Nöte einer allein erziehenden Mutter recht gut zu transportieren. Dadurch kommt in der Story definitiv keine Langeweile auf. Denn man fliegt förmlich durch die Seiten, um zum Einen zu erleben, wie Franziska ihre Recherchen vorantreibt, und zum Anderen, wie sie ihren Alltag mit Marie managen muss.

Der Spannungsbogen ist konstant hoch, die Schilderungen durchaus plastisch. Lediglich der Showdown wirkte für mich ein wenig überhastet, und hätte für mein Empfinden ein wenig mehr Raum einnehmen können.

Alles in Allem ist „Dornenbraut“ dennoch ein spannender Psychothriller, der wirklich lesenswert ist; auch weil er sich mit einer Gruppierung befasst, die mir so ausgiebig bislang in keinem Buch begegnet ist.

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