TEUFELSELTERN von Andrea Reinhardt [Rezension]

„TEUFELSELTERN“ ist der erste Fall von Sonderermittlerin Natalie Bennett, wie es auch der Untertitel verrät und stammt aus der Feder von Andrea Reinhardt.

    • Taschenbuch: 276 Seiten
    • Verlag: tredition
    • ISBN: 978-3743981096
    • 17,99 EUR als Hardcover
    • 9,99 EUR als Taschenbuch
    • 2,99 EUR als ebook (Stand 28.04.2019)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Misshandlung, Folter, gequälte Seelen …Chicago 2016 – Zwei Jahre nach einer schweren Lebenskrise kehrt Sonderermittlerin Natalie Bennett zum FBI zurück. Ihr erster Fall, zwei aus einer Klinik entführte Kinder, entwickelt sich zu einer wahrlichen Zerreißprobe. Während der Ermittlungen stoßen die FBI Agenten auf eine Reihe verstorbener Kinder. Die Todesursache ist laut Obduktionsbericht immer die gleiche, die Todesumstände jedoch werfen Fragen auf. Der Druck auf die Ermittler wächst, als die Hauptverdächtige nicht mehr vernehmungsfähig ist. Für Natalie Bennett und ihren Partner Alexander Johnson beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, die Kinder lebend zu finden. Der erste Thriller „Teufelseltern“ um FBI Sonderermittlerin Natalie Bennett führt die Leser in eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle, die von Wut, über Trauer bis hin zu Fassungslosigkeit reichen.

Mein Eindruck:

Der Thriller spielt sich auf zwei Zeitebenen ab, die sich abwechseln. Zum Einen geht es um Emilias Erlebnisse in 2013, die gemeinsam mit ihren jüngeren Geschwistern Opfer von Gewalt und Missbrauch durch ihre eigenen Eltern werden.

Verzweifelt sucht Emilia die Flucht, um Hilfe zu holen. Doch der Versuch endet in einem Desaster.

In 2016 kehrt Natalie Bennett nach erlittenem Trauma zu ihrem alten Team beim FBI zurück. Zwei Jahre zuvor wurde ihr Sohn entführt und ermordet aufgefunden, so dass sie ihren Halt im Alkohol fand.

Zur Akklimatisierung bleibt keine Zeit, denn in der Klinik ihres Ex-Mannes wird ein Junge entführt und es soll nicht bei diesem bleiben. Während die Ermittler noch fieberhaft auf der Suche nach dem Jungen sind, wird in der Klinik zudem noch ein Mädchen entführt.

„TEUFELSELTERN“ ist ein gelungener Thriller, der nicht nur durch seine konstante Spannung, sondern auch durch seine detaillierten Schilderungen besticht. Feinfühlige Leser werden schon an ihre emotionalen Grenzen getrieben, wenn man von den Exzessen liest, die die Kinder durch ihre Eltern erfahren.

Mit einer eben solchen Emotionalität fiebert man mit Natalie Bennett mit, die durch diesen Fall an ihr eigenes Drama erinnert wird.

Andrea Reinhardt legt geschickt verschiedene Spuren, um erst recht spät die Täter und deren Motivation zu offenbaren. Und dieses ist denn dann noch nicht einmal der Abschluss der Geschichte, sondern ein weiterer Weg zu einem durchaus überraschenden Ende.

Das Zusammenfügen der beiden oben genannten Zeitebenen gelingt ihr dabei vollkommen zufriedenstellend.

Nicht nur die Hauptcharaktere sind recht plastisch dargestellt, sondern auch die Nebenfiguren sehr gut ausgestaltet. Hierbei waren die Abschnitte, die sich mit der Gefühlswelt von Natalies Partner Alex befassten, für meinen Geschmack ein wenig zu umfangreich.

Dieses tut allerdings dem Tempo, mit dem man durch die Seiten fliegt, keinen Abbruch.

Kurzum: „TEUFELSELTERN“ ist ein spannender, geschickt konstruierter Pageturner, den ich Thrillerfreunden durchaus empfehlen kann.

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