TOTKEHLCHEN von Thomas Matiszik [Rezension]

„TOTKEHLCHEN“ von Thomas Matiszik ist der dritte Band mit und um Kommissar Peer Modrich. Bereits die ersten beiden Teile, „KARLCHEN“ und „BLUTGESCHWISTER“ fand ich sehr überzeugend.

Insofern war ich sehr gespannt, ob „TOTKEHLCHEN“ daran anknüpfen kann.

    • Taschenbuch: 282 Seiten
    • Verlag: OCM Verlag
    • ISBN: 978-3942672696
    • 12,00 EUR als Taschenbuch
    • 4,99 EUR als ebook (Stand 10.04.2019)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Hass kennt kein Vergessen.
Bluttat im Dortmunder Zoo: Neben dem Giraffenhaus wird der Zoodirektor geköpft aufgefunden. Kommissar Peer Modrich nimmt die Ermittlungen auf, doch ein Motiv ist nicht in Sicht. Kaum hat die Suche nach dem Täter begonnen, taucht bereits eine weitere enthauptete Leiche auf, diesmal in Berlin. Doch bis auf die grausame Mordmethode scheint die Taten nichts zu verbinden. Wer steckt dahinter? Während die Ermittler ein Phantom jagen, meldet sich ein Junge auf dem Dortmunder Präsidium, der seine Eltern vermisst. Das letzte Lebenszeichen aus ihrem Urlaub ist ein beunruhigendes Video von einer Safari.
Plötzlich spannen sich die Fäden des Falls von Deutschland über Südafrika nach Russland. Und auch diesmal geht Kommissar Modrich bis an seine Grenzen – und darüber hinaus.

Mein Eindruck:

Dieser Teil knüpft beinahe nahtlos an „BLUTGESCHWISTER“ an. Die Nachwehen aus diesem Fall sind noch zu spüren und werden hier thematisiert. Dennoch ist es ohne Weiteres möglich, diesen Krimi auch separat zu lesen.

Empfehlen kann ich es allerdings nicht. Denn in dem Fall entgeht dem Leser die Wandlung, die Modrich durch seine Fälle erfahren hat.

Trotz seiner Schnoddrigkeit und seinem mitunter derben Humor wirkt Peer Modrich hier nahezu gefestigt. Er ist mit Shao nicht nur auf den Hund gekommen, sondern bemüht sich beinahe fürsorglich um Guddi, die um die Genesung ihres Jungen bangt.

Doch die Mordermittlungen lassen sich nun einmal am besten im Team führen und so ist es dieses Mal Modrich, der Guddi eine Stütze ist. Schon alleine diese umgekehrte Rollenverteilung war spannend zu lesen.

Auch den neuen Figuren, wie z.B. Modrichs neuem Chef, Gregor Frobisch und dem Berliner Ermittlerduo Bohn/Tomalke gibt der Autor durch seine Schreibweise direkt ein Gesicht und prägende Charakterzüge, ohne dabei ausschweifend zu werden.

Die Geschichte, die Thomas Matiszik um den Mord an den Dortmunder Zoodirektor konstruiert hat, bietet durchgehende Spannung, überraschende Wendungen und ein atemberaubendes Tempo. Man kommt beim Lesen mit dem Blättern kaum hinterher. Hinzu kommt der knappe, aber prägnante Schreibstil.

Und so kommt es auch irgendwie viel zu schnell zum furiosen Finale des Buches. Und dieses Ende hat es wirklich in sich. Instinktiv blättern die Finger weiter, und fassen doch ins Leere!

Dieser „Nein! Doch! Ohhh!“-Effekt ist gleichermaßen ein arschiger wie auch genialer Abschluss dieses Buches.

Kurzum: eine absolut gelungene Fortsetzung!

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