WER ISST DIE KUH? von Lars Joppich [Rezension]

WER ISST DIE KUH?“ von Lars Joppich wartet mit einem Klappentext auf, der recht unkonkret auf den Inhalt eingeht. Insofern weckte dieses meine Neugier, als ich das Buch als Rezensionsexemplar angeboten bekommen hatte. Vielen Dank an den Autoren dafür!

    • Taschenbuch: 112 Seiten
    • Verlag: Independently Published
    • ISBN: 978-1792911668
    • 6,95 EUR als Taschenbuch
    • 2,99 EUR als ebook (Stand: 28.02.19)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Fleisch kann inzwischen künstlich im Labor hergestellt werden. Durch die Entnahme von Stammzellen können diese dann in einem längeren Prozess zu vollwertigen Steaks und Buletten gezüchtet werden. Die Kuh merkt von der Entnahme der Stammzellen nichts und kann glücklich weiterleben, während wir sie essen. Oder essen wir die Kuh gar nicht? Isst man etwas, ist es ja bekanntlich nicht mehr da. Da die Kuh aber weiterlebt stellt sich eine Frage: Wer isst die Kuh?

Begleiten Sie die überaus intelligente Kuh Emma durch ihre irrwitzigen und verrückten Abenteuer auf der Suche nach der alles entscheidenden Frage.

Mein Eindruck:

Die Kuh Emma besitzt einen IQ von 260 und ist die erste Kuh, der man eine Stammzellenprobe entnommen hatte.

Neben der obligatorischen Verdauung stellt das Meditieren eine ihrer Hauptbeschäftigungen dar. Emma ist getrieben von der alles beherrschenden Frage, wer denn nun die Kuh isst und begibt sich auf die Reise, um eine Antwort darauf zu finden.

Auf ihrem Weg kommt sie in Kontakt mit vielen abgedrehten Typen. So begegnet sie z.B. Dackelpott, dem geistigen Führer der Pottgonen auf dem Mond, datet sich mit Enrico, einem Bauleiter und und und… Wäre hier noch Giselle, die furzende Zahnbürste aufgetaucht, hätte mich das bei der Ansammlung nicht mehr verwundert. 😉

Lars Joppich hat Emma in seinem Buch auf einen aberwitzigen Roadtrip geschickt, bei dem sich mir unwillkürlich der Vergleich zu „Per Anhalter durch die Galaxis“ aufdrängte.

Durch den flüssigen Schreibstil und die größtenteils recht einfach gehaltenen Satzstrukturen ist das Buch ein kurzweiliges Vergnügen geworden.

Auch inhaltlich fühlt man trotz oder auch wegen der Ansammlung der Skurrilitäten und des Aberwitzes fortwährend mit Emma mit, und hofft gemeinsam mit ihr auf eine erfüllende Antwort ihrer alles beherrschenden Frage.

Wer angesichts des Klappentextes eine rein philosophische Abhandlung erwartet hatte, kommt hier eher nicht auf seine Kosten.

Wer allerdings neugierig ist, welch kreative Ideen ein paar Becher Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt hervorrufen, und sich gerne Absonderlichem öffnet, dürfte an „WER ISST DIE KUH?“ durchaus Gefallen finden.

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