SKLAVIN UND KÖNIGIN von Alexander Röder u.a. [Rezension]

Nun, nachdem die Onlinebuchmesse zu Ende gegangen ist, wird es höchste Zeit, mich um die Rezensionen zu kümmern, die ich auch beruflich bedingt ein wenig vernachlässigt habe.

Heute möchte ich „Sklavin und Königin“ aus dem Karl-May-Verlag vorstellen. Vielen Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar.

    • Taschenbuch: 496 Seiten
    • Verlag: Karl-May-Verlag
    • ISBN: 978-378022505-4
    • 19,99 EUR als Taschenbuch
    • 13,99 EUR als ebook (Stand: 21.10.18)

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Nach den Kämpfen gegen den Schut und Al-Kadir trifft Kara Ben Nemsi auf die Niederländerin Marijke van Beverningh und befreit sie aus ihrer Gefangenschaft als Sklavin. Gemeinsam mit Marijke, Sir David Lindsay, Hadschi Halef Omar und Magier Haschim verfolgt er daraufhin die Sklavenhändler bis nach Katar-. Dort gelingt es den Freunden zwar, sich in die Bande einzuschmuggeln, doch bald müssen sie fliehen: mitten durch die Wüste, wo sie gegen einen Dämon kämpfen, und weiter durch Zeit und Raum ins mystische Königreich von Saba. Hier wird vor allem Marijke von der intriganten Königin und ihren magischen Fähigkeiten auf die Probe gestellt.

Mein Eindruck:

Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk von vier Fantasy-Autoren: Alexander Röder, Karl-Ulrich Burgdorf, Friedhelm Schneidewind und Jaqueline Montemurri. Den Prolog hat Thomas Le Blanc verfasst, während der Epilog von Tanja Kinkel geschrieben wurde.

Wir begleiten Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah (ja, ich habs noch drauf! 😀 ) und Lord Sir David Lindsay bei ihren Abenteuern, die wie auch bei Karl May aus Karas Sicht in der Ich-Form erzählt werden. Für mich als 1968er-Baujahr erscheinen da direkt Lex Barker als Kara Ben Nemsi und Ralf Wolter als Hadschi Halef vor meinem geistigen Auge, was der Zugang zu dem Buch unweigerlich erleichtert und das Lesen noch einmal zu einem besonderen Erlebnis macht.

Die vier Episoden der einzelnen Autoren bauen aufeinander auf und lassen ein faszinierendes Gesamtbild erscheinen. Zwar unterscheiden die Autoren sich jeweils in ihrem eigenen Schreibstil, doch alle schreiben dabei in bester Tradition Karl Mays und stellen die Geschehnisse in seinem mitunter ausschweifenden Erzählstil dar. Auch die Hauptcharaktere entsprechen dem „Original“ in ihrer Art und ihren Handlungen, so dass man hier keinerlei Abstriche machen kann.

Während mich dieser bei Karl May vor ca. 20 Jahren selbst sehr schnell überfordert hatte, schaffen sie es hier, trotzdem die nötige Spannung zu erzeugen, die durch das gesamte Buch trägt.

Dieses gelingt auch durch das Element der „Magie“, das sich in unterschiedlicher Intensität durch die Episoden zieht. Manch alter Karl-May-Fan mag darüber die Nase rümpfen, doch „Sklavin und Königin“ wäre ohne dieses Element eher undenkbar.

Auch wenn dieser Band bereits Teil 5 aus der Reihe „Karl Mays Magischer Orient“ ist, ist es aus meiner Sicht nicht zwingend erforderlich, die anderen vier Teile bereits gelesen zu haben. Die Buchrücken allerdings stellen gesammelt bestimmt einen Eyecatcher in jedem Regal dar. 😉

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Bemühen, Karl May in die Neuzeit zu transportieren durchaus gelungen ist. Dieses Buch dürfte nicht nur die alten Karl May-Fans ansprechen, sondern auch durch die Fantasy-Elemente neues Publikum erschließen.

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