ALICE IM TOTENLAND von Mainak Dhar [Rezension]

Bei “Alice im Totenland” von Mainak Dhar schalteten meine Synapsen gleich auf “Alice im Wunderland” von Lewis Carroll, was meine Neugier auf dieses Buch noch erhöhte.

    • Taschenbuch: 296 Seiten
    • Verlag: Luzifer-Verlag
    • ISBN: 978-3958351509
    • eISBN: 978-3958351516
    • 12,99 EUR als Taschenbuch
    • 3,99 EUR als ebook

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: 

Unsere Zivilisation endete vor mehr als fünfzehn Jahren. Zurück blieb eine karge, öde Welt, die man fortan das Totenland nannte, und eine neue Bedrohung: Horden unzähliger Untoter – die Biter.
Die fünfzehnjährige Alice ist in dieser Welt aufgewachsen. Die Biter sind als Gefahr allgegenwärtig, und deshalb besteht ihre Ausbildung auch zu großen Teilen aus dem Umgang mit Schusswaffen und Messern. Eines Tages beobachtet Alice, wie einer der Biter in einem Loch in der Erde verschwindet. Alice folgt ihm, denn schon lange hält sich das Gerücht, dass die Biter über geheime unterirdische Höhlengänge verfügen. So stößt sie auf ein Geheimnis, das sie in ein actionreiches Abenteuer katapultiert und ihr Leben und das der anderen Überlebenden des Totenlandes für immer verändert.
Gibt es eine weltweite Verschwörung, die das Ende der Menschheit zur Folge hatte? Was ist der Ursprung der untoten Biter? Und was hat es mit der mysteriösen Königin und ihrer rätselhaften Prophezeiung aus einem der letzten Bücher im Totenland auf sich – einem Buch namens »Alice im Wunderland«?

Mein Eindruck:

Die Geschichte beginnt zwar wie eine Adaption von “Alice im Wunderland” und es sind im Verlaufe der Story einige Protagonisten aus diesem Buch wieder zu erkennen (die Königin, der verrückte Hutmacher). Auch das obligatorische “Ab mit dem Kopf!” darf hier nicht fehlen.

Allerdings verlässt der Autor schon recht bald die Pfade des Originals und entwickelt eine selbständige Geschichte.

Alice erkennt, daß die Biter nicht die hirnlosen und blutrünstigen Zombies sind, für die sie die verbliebene Menschheit hält. Letztendlich leiden auch sie unter der Diktatur der “Roten Garde” aus China, die die komplette Kontrolle über die Welt erringen möchte.

Gemeinsam mit den Bitern, angeführt von ihrer Königin, versucht Alice, sich dagegen aufzulehnen und ein unerbittlicher Kampf beginnt.

Wie es scheint, hat sich der Autor nicht nur von “Alice im Wunderland”, sondern auch von “Die Tribute von Panem” und “The Walking Dead” inspirieren lassen. Diese Mixtur muss nicht schlecht sein, denn die Story an sich weiß zu gefallen.

Die Darstellung der Charaktere hinsichtlich ihrer Gefühlswelten kam meiner Meinung nach etwas zu kurz, ist also ausbaufähig. Hier bleibt es also abzuwarten, ob die beiden Nachfolger dieser Trilogie das mögliche Potential noch ausschöpfen.

Der Spannungsbogen ist konstant hoch gehalten, der Schreibstil recht flüssig.

Auch ohne die Fortsetzung lässt sich das Buch als Einzelband gut lesen. Das Ende lässt dem Leser die Möglichkeit, die Geschichte für sich selbst in jedwede Richtung weiterzuspinnen.

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