Der OCM Verlag zu Gast im caféplus [Lesung]

Im Rahmen des Literaturfestivals hier! festival. regional. international. stellte sich der OCM-Verlag mit einigen seiner Autorinnen und Autoren im caféplus in Dortmund vor.

Die Lokalität war sehr gut gewählt, da man hier die Gelegenheit hatte, die Autoren in einer nahezu familiären Atmosphäre zu erleben.

Nach der Begrüßung durch Stefan Keim, nicht nur bekannt als Radiojournalist, sondern auch als Autor und Kabarettist, eröffnete Roswitha Iasevoli den Reigen der Lesungen.

Mit dem Vortragen einiger ihrer Gedichte aus „Über Wilden Wiesen“ konnte sie auch Hörer in ihren Bann ziehen, die der Lyrik ansonsten nicht so viel abgewinnen können.

Ihr folgte Winfried Thamm. Mit seinen Geschichten aus „Muskelkater vom Leben“ erhielt man einen sehr guten Einblick in die Zeit, in der man beginnt, das Leben in der Rückschau zu betrachten, ohne den Blick nach vorne zu verlieren. So trafen hier Wehmut und feiner Humor aufeinander; eine Mischung, die durchaus Spaß gemacht hat.

Markus Veith als darauf folgender Autor beließ es nicht beim Vorlesen. Er rezitierte aus seinem Buch „Eulenspiegels Enkel“, einem Buch in kompletter Reimform geschrieben. Der Vortrag war derart mitreißend, daß im Hörer der Wunsch entstanden ist, bei nächster Gelegenheit das gleichnamige Solo-Theaterstück zu besuchen.

Die darauf folgende kurzweilige Diskussion zwischen Stefan Keim und Achim Albrecht befasste sich mit der Frage: „Wie werden Bestseller gemacht?“. Das Ergebnis war für die Anwesenden doch mehrheitlich ernüchternd und auch bei dem letzten Lagerfeuerromantiker dürfte der letzte Funken erloschen sein.

Nach der Diskussion, an der sich auch das Publikum recht rege beteiligte, gab Thomas Matiszik Auszüge aus seinem „Karlchen“ zum Besten. Dank des einleitenden Interviews wurde mir ein Bezug zu Horst Schimanski (Tatort) vor Augen geführt, der mir bisher gar nicht bewusst, aber durchaus treffend war.

Einem ernsteren Thema widmete sich Silke Weyergraf mit ihrem Lesepart. In ihrem Roman „Kennen wir uns“ thematisiert sie unter anderem die Nachwirkungen der erlittenen Weltkriegstraumata bei der Generation der Kriegsenkel.

Den Abschluß der Lesungen bildete Kai Preißler. Mit seiner Lesung aus dem Comedy-Roman „Montagsmeeting“ sorgte er für manche Schmunzler beim Publikum.

Mein Fazit: der OCM-Verlag hat hier tolle, sympathische Autoren vorgestellt und einen Einblick in die Vielfalt seines Programmes gegeben. Diese Veranstaltung hätte eine wesentlich höhere Resonanz verdient gehabt. Wer diese Multitalente live erlebt hat, wird feststellen, daß der Slogan „Vielfältig ist unser Programm – Einzigartig sind unsere Autoren“ nicht nur eine Worthülse ist, sondern auch mit Leben gefüllt wird.

Einen Überblick über das Verlagsprogramm gibt es hier.

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