[Rezension] TSCHÜSSIKOWSKI von Manu Wirtz (Hrsg.)

Da mir im Moment doch ein wenig die Zeit fehlt, mich auf längere Geschichten einzulassen, habe ich mich verstärkt den Anthologien zugewandt.

Auf die folgende Kurzgeschichtensammlung wurde ich aufmerksam, weil dort auch Geli Grimm ihren Teil dazu beigetragen hat.

“Tschüssikowski: Auf Nimmerwiedersehen und andere Irrtümer”, herausgegeben von Manu Wirtz, beschäftigt sich mit dem Abschiednehmen.

    • Taschenbuch: 200 Seiten
    • Verlag: Brighton Verlag
    • ISBN: 978-3958763852
    • 12,90 EUR als Taschenbuch

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung:  Man kann von so vielem Abschied nehmen…

… von einem lästigen Ehemann, dem stressigen Job, einem alten Koffer, von der Heimat, geliebten Menschen, schlechten Gewohnheiten oder einer Schuld, und natürlich auch vom Leben …
„Tschüss“ heißt es dann, oder ganz locker: „Tschüssikowski.“
Mit dieser Sammlung bieten wir Ihnen brillante Kurzgeschichten und Gedichte zu dem Thema, geschrieben von bekannten Autorinnen und Autoren sowie talentierten Neuentdeckungen.
Kommen Sie mit und nehmen Sie für einen Moment Abschied vom Alltag. Lassen Sie sich einfangen von spannenden Krimis, berührenden Emotionen, tiefgreifenden Innenansichten und originellen Dialogen.

Mein Eindruck:

29 Autoren haben sich zum Thema “Abschied” Gedanken gemacht, und die Ergebnisse sind in diesem Buch in 28 Kurzgeschichten und einem Gedicht zusammengefasst.

Die Sammlung besticht meiner Meinung nach durch die Fülle der hochwertigen Geschichten, denen man das Herzblut anmerkt, das die Autoren hier hinein gesteckt haben. Mir persönlich fällt es schwer, hier den einen oder mehrere Favoriten zu nennen.

Mich hat an diesem Buch vor allem die Vielfalt der Abschiede fasziniert, sowie der Umstand, daß hier mancher Abschied nicht unbedingt nur von Trauer begleitet sein muss.

Vornehmlich begegnen Einem dennoch Geschichten, die nachdenklich stimmen und den Leser dazu bringen, inne zu halten und das Gelesene erst einmal sacken zu lassen. Denn durch die Brille der Autoren betrachtet, wurde mir bewusst, wie viele Abschiede ich schon hinter mir habe, ohne sie unbedingt als solche wahrgenommen zu haben.

Eben diese emotional anrührenden Geschichten haben es zumindest mir ein wenig schwer gemacht, mich mit diesem farbenfrohen Cover, gepaart mit dem saloppen “Tschüssikowski”, anzufreunden. Aber letztendlich sollte es ja auf den Inhalt ankommen, und der ist meiner Meinung nach absolut gelungen.

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